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Aichach-Friedberg

29.12.2018

Kartei der Not hilft mit 10000 Euro  

Die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, hat 2018 elf Mal im Landkreisnorden Menschen in Not geholfen. Unter anderem wurde eine Familie beim Kauf von Winterkleidung für die Kinder unterstützt. (Symbolfoto)
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, hat 2018 elf Mal im Landkreisnorden Menschen in Not geholfen. Hier kommt die Hilfe an.

Plötzlich ist das Leben der fünfköpfigen Familie aus den Fugen geraten: Der Familienvater erlitt innerhalb eines Jahres zwei Herzinfarkte und kann seitdem nicht mehr arbeiten. Finanziell wurde es bei der Familie schnell sehr eng. Zum Leben bleibt nach Abzug der monatlichen Kosten kaum etwas übrig. Jede neue Anschaffung wird zur Herausforderung für die Eltern. In dieser Situation unterstützte die Kartei der Not die Familie beim Kauf von Winterkleidung und Schuhen für die Kinder.

Die Familie ist nur eine unter vielen, denen das Leserhilfswerk der Mediengruppe Pressedruck, in der auch die Aichacher Nachrichten erscheinen, in diesem Jahr unter die Arme gegriffen hat. Seit 1965 hilft die Kartei der Not unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region.

Schwere Schicksalsschläge bringen Menschen in Not

Unverschuldet in Not – das kann schnell passieren und jeden treffen. Krankheit, Unfall oder der Verlust der Arbeit sind einige Beispiele dafür. So war in acht Fällen, in denen die Stiftung in diesem Jahr im nördlichen Landkreis geholfen hat, eine Schwerbehinderung oder eine schwere Erkrankung der Grund für die Notlage. Insgesamt flossen an elf Empfänger zusammen über 107000 Euro.

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Die Kartei der Not arbeitet dabei mit sozialen Beratungsstellen vor Ort zusammen, damit die Unterstützung auch bei den Bedürftigen ankommt und für den benötigten Zweck verwendet wird. Auch im Fall der über 80-jährigen Rentnerin, die mit einer minimalen Rente auskommen muss. Sie lebt sehr sparsam und bescheiden und kann alle monatlichen Ausgaben gerade so bezahlen. Dann ging die in die Jahre gekommene Waschmaschine kaputt. Eine Reparatur lohnte sich nicht mehr. Mit Hilfe der Kartei der Not konnte sie eine neue günstige Waschmaschine kaufen.

Arnd Hansen, Geschäftsführer der Kartei der Not, kennt viele solcher Fälle. „Es gibt auch in unserer Region so viele Einzelschicksale und Unglücke, die bewegen und bei denen man einfach helfen muss“, sagt er. „Wir freuen uns in der Kartei der Not deshalb sehr über jede Spende, weil unser Leserhilfswerk nur dank dieser Spenden wirklich die Not lindern kann“, bedankt er sich für die großartige Unterstützung.

Diese kommt zum Beispiel schon seit mehr als 30 Jahren jedes Jahr aufs neue von der Singrunde Todtenweis. Sie stellte auch in diesem Jahr ihr Weihnachtskonzert in den Dienst der Kartei der Not. Das tut auch Günter Schulzke mit dem Aichacher Neujahrskonzert seit vielen Jahren. Am Samstag, 5. Januar, findet übrigens das 15. Aichacher Neujahrskonzert statt. Geboten ist ein Cocktail beliebter Evergreens aus Operette und Musicals sowie unvergessenen Welthits mit Stefanie C. Braun, Iva Schell, Lars Redlich, Andreas Sauerzapf und Wolfgang Schwaninger sowie dem Salonorchester unter der Leitung von Andreas Lübke.

Kartei der Not: Viele Menschen und Vereine spenden

Die Todtenweiser Vereine spendeten den Erlös aus ihrem Weihnachtsmarkt, der Affinger Gartenbauverein den Erlös aus verschiedenen Aktionen. Auch die Gemeinde Affing ließ die Spenden, die beim Neujahrsempfang zusammenkamen, dem Hilfswerk zukommen. Claudia Klimes, Redaktionsmitarbeiterin der Aichacher Nachrichten und Kunsthandwerkerin, spendete einen Teil ihres Kerzenverkaufs beim Ostermarkt im Sisi-Schloss an die Kartei der Not. Eine Delegation des Aichacher Stadtrats bedachte das Hilfswerk mit den Spenden, die bei ihrem Kaltwassergrillen zusammenkamen, ebenso der Musikverein Haunswies und die Landjugend Todtenweis. Bei den Mittelalterlichen Markttagen ließen Hans und Traudi Eberle die kleinen Tierchen ihres Mäuseroulettes für die Kartei der Not laufen. Beim Stadtfest tat jeder, der sich auf den Elektrischen Bullen am Stand der Aichacher Nachrichten wagte, gleichzeitig ein gutes Werk. Spenden kamen auch von der Abfallverwertungsanlage Augsburg (AVA) und von der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen. Arnd Hansen: „Vielen Dank an all unsere Leser für ihre großartige Unterstützung.“

Jede Spende kommt übrigens zu 100 Prozent bei den Betroffenen an: Alle Verwaltungskosten werden von der Mediengruppe Pressedruck getragen.

Für das Aichacher Neujahrskonzert am Samstag, 5. Januar, um 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Michael gibt es noch Karten im Infobüro im Alten Rathaus, Telefon 08251/902-0.

Lesen Sie dazu den Kommentar "Aichach-Friedberg: Die Hilfsbereitschaft macht Mut"

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