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Kommentar

13.01.2020

Kastration gegen Katzenelend

Aufgepäppelt: Karli (links) und Kosmo (rechts) haben sich dank der Pflege von Sahra Scheffler wieder erholt und konnten an neue Besitzer vermittelt werden.
Bild: Sahra Scheffler

Katzenbesitzer lieben ihre Freiheit, nahezu keine Vorschriften beachten zu müssen. Doch diese Freiheit gerät auch hierzulande zunehmend an ihre Grenzen.

Katzen mit nur einem Auge, völlig unterernährt oder schwer humpelnd. Solch erschreckende Bilder verbinden wir oft mit südeuropäischen Ländern. Doch auch hierzulande gibt es immer mehr Streunerkatzen. Auch sie verwahrlosen, weil sich niemand um sie kümmert. Sie sind unterernährt, werden von Flöhen, Milben und Würmern befallen und sind anfällig für diverse schwere Krankheiten. Um ihr Leben zu retten, brauchen sie Hilfe.

Da aber nicht immer Retter zur Stelle sein können, fordern viele Experten eine bundesdeutsche Kastrationspflicht für Katzen, um die Zahl der Streunerkatzen einzudämmen. Allein das Wort Kastrationspflicht schreckt sicher viele Katzenbesitzer ab. Im Vergleich zu den Hundehaltern genießen diese häufig die Freiheit, keine Steuer für ihr Haustier zahlen und nahezu keinerlei Vorschriften beachten zu müssen. Frei nach dem Motto „meine Katze soll ein wilder Tiger bleiben“ und seiner Natur entsprechend herumstreunen, wie er will, verweigern sie medizinische Eingriffe.

Doch diese Naturidylle gerät da an ihre Grenzen, wo die eigenen oder andere Tiere krank werden. Es kann nicht im Interesse eines Katzenfreundes sein, an jeder Ecke leidende Tiere zu entdecken. Deshalb muss jeder Katzenbesitzer Verantwortung übernehmen.

Lesen Sie dazu unseren Artikel: Schicksale: Hier bekommen ausgesetzte Katzen eine neue Chance

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