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Fronleichnam

11.06.2009

Katholiken bitten um gutes Wetter

Eines der schönsten katholischen Feste im bayerischen Brauchtum ist das Fronleichnamsfest, auch wenn es wie gestern der Winter so manche Pfarrei veranlasste, lieber im Schutz des Gotteshauses zu feiern. Im Volksmund heißt das Fronleichnamsfest auch der "Große Prangertag". Kein anderer Bittgang im Kirchenjahr ist so wichtig wie der "Umgang" am Fronleichnamstag.

Das Fest geht auf eine Vision einer belgischen Nonne aus Lüttich im Jahr 1246 zurück. Papst Urban IV. griff die Anregung auf und setzte 1264 das Fronleichnamsfest zu Ehren der Eucharistie ein. Damit sollte der "Leib des Herrn", der in der Hostie gegenwärtig ist, besonders verehrt werden.

In allen Gemeinden, in denen der Umzug gestern stattfand, wurde der Prozessionsweg mit frischem Gras bestreut und mit Birkenbäumchen eingesäumt. An vier Stellen des Prozessionsweges waren in den meisten Orten Altäre aufgebaut, die mit bunten Blumenteppichen festlich herausgeputzt waren. Im Aichacher Ortsteil Griesbeckerzell trug Dr. Andreas Magg vom Caritasverband Augsburg die Monstranz mit dem "Leib des Herrn" durch die Straßen. Traditionell begleiteten auch in Zell die Vereine und Honoratioren die Prozession. Musikalisch umrahmt wurde die Feier an den Altären vom Zeller Kirchenchor. Zum Schluss wird der Wettersegen erteilt. In Bayern wird die Prozession auch als "Umgang" bezeichnet.

Von den Prozessionen gibt es auch so manche Episode: "Sakradi! So hätt's fei a wieda net pressiert mit dem himmlischen Segen!", wetterte ein Landpfarrer einmal bei einem Umgang, als das Bittgebet um Regen für die Fluren augenblicklich erhört wurde und alle von einem Wolkenbruch bis auf die Haut durchnässte. Wie's der Herrgott auch macht: Allen kann er's halt selten recht machen...

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