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Versammlung

16.07.2019

Katholischer Frauenbund in Todtenweis steht vor dem Aus

Der aktuelle Vorstand des Frauenbundes in Todtenweis bekam Blumen. Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeister Konrad Carl, Diözesanvorsitzende Monika Knauer, Frederike Jakob, Rita Wolf, Sprecherin Johanna Gürtner, Anneliese Reich, Karin Carl und Helga Wolf sowie Bezirksleiterin Petra Jarde.
Bild: Sofia Brandmayr

Bei den Neuwahlen finden sich nicht genügend Kandidatinnen für den Vorstand. Im August wird ein neuer Anlauf unternommen

Droht dem katholischen Frauenbund in Todtenweis das Aus? Bei der Jahreshauptversammlung fanden sich nicht genügend Kandidatinnen für den neuen Vorstand. Die Versammlung war ursprünglich für März geplant, aber aufgrund der fehlenden Kandidaten für den Vorstand auf Mitte Juli verschoben worden. Doch auch jetzt fand sich unter den 40 anwesenden Mitgliedern nur eine Kandidatin.

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Sprecherin Johanna Gürtner ging auf die verschiedenen Veranstaltungen ein: Winterwanderung, Rosenmontagskaffeekränzchen, Weltgebetstag der Frauen, die Teilnahme am 24-Stunden-Gebet, die Fahrt nach Altötting, ein gemeinsames Spargelessen, die Beteiligung am „Gmoafest“, Kräuterbuschenbinden und -verkauf, die Aktion Brot und Wein an Erntedank, das Ortsvereineschießen, die Roratemesse mit anschließenden Glühwein- und Lebkuchenverkauf und zudem mehrere gemeinsame Frühstücke. Weiter berichtete Johanna Gürtner auch über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins.

Marion Müller berichtete über die Aktionen der Eltern-Kind-Gruppe, zum Beispiel von mehreren Schlittenfahrten, dem Faschingstreiben und dem Kinderfaschingsball, dem Osterkerzenbasteln und -verkauf, den Spielplatzbesuchen im Sommer und der Neugestaltung der Gruppenräume im „Kasmihaus“. Den Kassenbericht der Eltern-Kind-Gruppe trug Julia Golling vor. Anschließend wurden die Kassenwartinnen und der Vorstand entlastet.

Katholischer Frauenbund in Todtenweis steht vor dem Aus

Pfarrer Babu appellierte an die Anwesenden vor den Neuwahlen, dass auch in der Kirche die Frauen immer mehr werden. „Heute lebt die Kirche von Frauen“, so ein Zitat von Generalvikar Harald Heinrich. Die Kirche sei in der heutigen Zeit weniger attraktiv und gerade darum dürfe man nicht aufgeben. Das Gleiche gelte für den Frauenbund. Hier werde noch Gemeinschaft gepflegt, man sei gemeinsam unterwegs und nicht alleine. „Vereine sind Gemeinschaft“, so der Geistliche.

Bürgermeister Konrad Carl schloss sich diesen Worten an. „Es ist schwierig, einen Verein, der sozialen Zwecken gewidmet ist, aufrechtzuerhalten, doch die Dorfgemeinschaft leidet unter einem nicht mehr vorhandenen Frauenbund, sagte er.

Diözesanvorsitzende Monika Knauer lobte die Arbeit des seit 28 Jahren bestehenden katholischen Frauenbundes Todtenweis. „Ich bin stolz auf euch!“, so die Diözesanvorsitzende. Bezirksleiterin Petra Jarde fragte die Anwesenden: „Wollt ihr wirklich die vergangenen 28 Jahre wegschmeißen und den Frauenbund mit 95 Mitgliedern auflösen? Ihr macht so viele schöne Aktionen, das ist es doch wert, weiterzumachen.“

Doch all die Appelle nutzten nichts: Nur Anneliese Reich war bereit, im neuen Vorstand mitzuwirken. Laut Satzung wurde daher beschlossen, eine weitere Versammlung am Donnerstag, 22. August, abzuhalten. Falls sich bis dahin keine weiteren Vorstandsmitglieder finden, wird dann über eine eventuelle Auflösung des Frauenbunds abgestimmt.

Bürgermeister Konrad Carl überreichte an die Frauen des aktuellen Vorstands, die bis zur nächsten Versammlung weiterarbeiten, jeweils einen Blumenstrauß als kleinen Dank für die viele Arbeit.

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