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Todtenweis

11.06.2020

Keime im Wasser: Bürgermeister lobt Krisenmanagement der Lechraingruppe

Im Todtenweiser Trinkwassernetz wurden zuletzt Keime entdeckt. Zahlreiche Bürger mussten ihr Wasser abkochen.
Bild: Symbolfoto: Alexander Kaya

Plus Ignaz Strobl übernimmt den Vorsitz des Wasserverbands der Lechraingruppe. Der Todtenweiser Bürgermeister Konrad Carl lobt deren aktuelles Krisenmanagement.

Der Wasserverband der Lechraingruppe hat sich kürzlich personell neu aufgestellt. Lob gab es für die Reaktion auf die Keime im Trinkwassersystem von Todtenweis.

Der Verband verfügt in der neuen Zusammensetzung über reichlich Fachkompetenz. In der konstituierenden Sitzung im Sitzungssaal in Todtenweis stellten sich die Mitglieder kurz vor. Thomas Eberle ist ebenso Wassermeister wie Hubert Haberl, der diese Tätigkeit bei der Magnusgruppe ausübt und diesmal entschuldigt fehlte. Dazu kommt mit Andreas Berger der Wassermeister der Lechraingruppe.

Sitzungsgeld der Lechraingruppe wird weiterhin bar ausbezahlt

In diesem Gremium hat in den nächsten beiden Jahren Ignaz Strobl den Vorsitz inne; er steht auch an der Spitze der Hardhofgruppe und ist Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Rehling. Strobl wird eine Aufwandsentschädigung von 278 Euro monatlich erhalten, seinem Vertreter wird dieser Betrag einmal im Jahr vergütet. Die Sätze werden entsprechend den Tarifsteigerungen angehoben. Das Sitzungsgeld beträgt 30 Euro und wird wie bisher zu Beginn einer Versammlung von Hermine Eisele aus der Verwaltung in bar ausbezahlt. „Das gibt es sonst nirgends“, kommentierte Gertrud Hitzler, die Bürgermeisterin von Aindling, diesen Modus.

Bei den genannten Sätzen wurden keine Steigerung vereinbart. „Der Betrag ist allemal gerechtfertigt“, betonte Konrad Carl, der Bürgermeister von Todtenweis. „Man muss Zeit investieren.“ Weil im Mai vorübergehend Bernhard Jakob die Geschäfte des Verbandes führte, erhält er auf Vorschlag von Strobl die Entschädigung für diesen Monat.

Keine Veränderung ergab sich bei der Besetzung des Rechnungsprüfungsausschusses. Ihm gehören demnach weiterhin Thomas Eberle, Andreas Lamminger und Walter Pasker an. Die Haushaltsüberschreitungen im Jahr 2019, die dieses Trio feststellte, lösten keinerlei Debatten aus.

Keime im Trinkwasser: Bürgermeister Carl deutet Lösung an

Carl ging kurz auf die Probleme ein, die Todtenweis seit einigen Wochen mit der Verkeimung von Wasser hat. Ende April, Anfang Mai wurden im Todtenweiser Trinkwassernetz Fäkalkeime entdeckt. Das Wasser im Großteil der Gemeinde musste daraufhin abgekocht werden – zunächst in Todtenweis und Sand, dann in einem Teil von Todtenweis, dann auch wieder in Sand. Nach umfangreichen Untersuchungen konnte der Fäkaleintrag auf den Bereich der Raiffeisensiedlung eingegrenzt werden. Die Gemeinde erstattete Anzeige gegen unbekannt. Am Mittwoch hob das Staatliche Gesundheitsamt das Abkochgebot auf.

Zahlreiche Bürger mussten in Todetnweis ihr Wasser abkochen.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Carl sagte, bei diesem Thema erkenne man, wie wichtig der Wasserverband sei. Der Bürgermeister lobte das Krisenmanagement von Andreas Berger und deutete an, in absehbarer Zeit könnte eine Lösung möglich sein.

Strobl: Verbandsmitglieder sollen Wassereinrichtungen besichtigen

Wie Berger mitteilte, erhält er Anfragen von Bürgermeistern und Verbandsvorsitzenden, „die sich für unser Modell interessieren“. Ignaz Strobl regte an, die Verbandsmitglieder sollten die Wassereinrichtungen in den beteiligten Gemeinden Todtenweis, Aindling, Petersdorf und Rehling besichtigen. Dazu will man auch Medienvertreter einladen, damit die Menschen Informationen über das so wichtige Lebensmittel Wasser erhalten.

Thomas Eberle sammelt als Mitarbeiter der Stadtwerke Augsburg täglich Erfahrungen in dieser Branche. Er riet dazu, die Mitarbeiter ordentlich zu bezahlen. Mit diesem Anreiz könne man dazu beitragen, dass sie nicht so leicht Ausschau nach einem anderen Job halten.

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