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Kommunalwahl

25.09.2019

Kein Bürgermeisterkandidat in Sielenbach

Kein Bürgermeisterkandidat in Sielenbach
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Martin Echter will 2020 nicht wieder auf den Chefsessel im Rathaus. Bis jetzt hat sich aber noch kein potenzieller Nachfolger für den langjährigen Gemeindechef gemeldet. Woran könnte das liegen?

Spannend wird es bei der Kommunalwahl in der Gemeinde Sielenbach: Wer tritt die Nachfolge von Bürgermeister Martin Echter an? Bisher ist noch kein Kandidat aus der Deckung gekommen. Die Gründe dafür könnten der Zeitaufwand sein, der für das Ehrenamt nötig ist, vermuten die Gemeinderäte. Es könnte aber auch an den „besonders großen Schuhen“ liegen, die Echter hinterlässt, wie es hieß.

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„Interessant“ findet Johann Finkenzeller, wie es in der Gemeinde unter einem neuen Bürgermeister weitergehen wird. Es sei schwierig, Kandidaten zu finden, sagt er. „Die, die es machen könnten, haben nicht unbedingt die Zeit dafür.“ Im Hintergrund würden zwar schon einige Namen gehandelt, spruchreif sei aber noch nichts.

Finkenzeller sitzt seit 2014 für die Freie Wählergemeinschaft Tödtenried im Gemeinderat. Er möchte ein weiteres Mal kandidieren. Vor allem, weil er in den vergangenen sechs Jahren einige Erfahrungen sammeln konnte und es ihm wichtig ist, dass auch weiterhin im Gremium alles reibungslos läuft. Dass im Gemeinderat gestritten wird, wie es teilweise in anderen Gemeinden der Fall ist, soll in Sielenbach auf keinen Fall passieren. Deshalb hält Finkenzeller es für wichtig, dass „vom alten Stamm noch ein paar dabei sind“.

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Für Rosa Lutz, eine der beiden Frauen im Gemeinderat, ist es ebenfalls die erste Amtszeit. Nach sechs Jahren sei man eingearbeitet und dann aufzuhören, wäre schade, sagt sie. Lutz will sich deshalb für die Einheit Sielenbach als Kandidatin aufstellen lassen. Nach sechs Jahren weiß sie, dass sie als Gemeinderat freie Zeit in ihr Amt investieren muss. „Aber wenn man etwas gerne tut, ist das kein Problem.“ Als Gemeinderat will Heinz Geiling auf jeden Fall wieder kandidieren. Seit zwölf Jahren sitzt er für die Einheit Sielenbach in dem Gremium und hat sich im Laufe der Jahre viel Wissen angeeignet. Es wäre schade, wenn er das nicht weiter einbringen könne, findet er. Geiling sagt: „Es macht schon Sinn, kontinuierlich dabei zu sein.“ Vor zwölf Jahren trat er mit dem Grundgedanken an, der Gemeinde „mit meinem Beitrag zu dienen“. Das hätte das Gremium insgesamt gut gemacht, findet der Sielenbacher. „Die Gemeinde steht gut da.“ Überhaupt habe Bürgermeister Martin Echter gut vorgelegt, sagt Geiling. „Um manche Bauten braucht sich sein Nachfolger nicht zu kümmern.“

Apropos Nachfolger: Zum Thema Bürgermeisterkandidaten will er noch nichts sagen. Geiling ist aber bewusst: „Wir müssen langsam Farbe bekennen, mit wem wir ins Rennen gehen wollen.“

Voraussichtlich im November werde die Nominierungsversammlung der Einheit Sielenbach sein. Schon im Vorfeld werde man beraten, welcher Kandidat vorgeschlagen werde, sagt Geiling.

Nach zwölf Jahren im Gemeinderat hat sich Josef Stocker noch nicht entschieden, ob er erneut für die Freie Wählergemeinschaft Tödtenried kandidieren möchte. Es sei schön, etwas gestalten zu können, sagt Stocker und fügt hinzu: „Im Gemeinderat ist ein schönes Arbeiten.“ Spannend findet er die Frage, wer in der Gemeinde als Rathauschef kandidieren wird. „Die Schuhe sind besonders groß, die der Bürgermeister hinterlässt.“ Vielleicht denke der eine oder andere, dass er das nicht leisten könne, überlegt Stocker. Für ihn ist klar: „Wir kriegen keinen ‚Echter 2‘. Jeder ist anders.“

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