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05.07.2010

Kein Kindergarten für Klingsmoos

Königsmoos Es bleibt dabei: Die Königsmooser wollen nur einen Kindergarten in der Gemeinde und der soll in Ludwigsmoos stehen. Rund 60 Prozent der Wähler (die Wahlbeteiligung lag bei 62,7 Prozent) haben gestern ihr Kreuz auf dem Wahlzettel bei "Nein" gemacht und damit signalisiert, dass das Ergebnis des ersten Bürgerentscheids im Ort im Nachbarlandkreis vom Oktober 2009 aufrechterhalten bleiben soll.

Bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative Klingsmoos gab es deshalb gestern Abend lange Gesichter. Sie waren es, die das Ergebnis des ersten Bürgerentscheids zur Kindergartenfrage nicht akzeptieren wollten und deshalb einen Gegenbürgerentscheid initiiert haben. Seit Wochen haben sie in der Gemeinde die Werbetrommel für ihren Vorschlag, einen zweiten Kindergarten in der ehemaligen Schule in Klingsmoos zu installieren, gerührt. Doch die Reaktionen bei den Infoveranstaltungen in den Ortsteilen sowie der Tag der offenen Tür an der Schule haben bei BI-Mitglied Rainer Mayr kein gutes Gefühl hinterlassen. "Das Ergebnis verwundert mich nicht. Aber ich habe bis zuletzt gehofft, dass wir es vielleicht doch schaffen", sagt er nur wenige Minuten, nachdem das Ergebnis über die Leinwand im Sitzungssaal des Rathauses in Stengelheim flimmert.

Kindergartendebatte zu einem "Machtkampf" eskaliert

Auf die Frage hin, wie es jetzt für die BI weitergeht, schmunzelt Mayr und meint: "Es gibt keinen Plan B." Zumindest noch nicht, denn Mayr hält sich wie nach der Entscheidung im Oktober an eine goldene Bundeswehrregel: erstmal drüber schlafen. Klar ist für ihn aber jetzt schon, dass die Kindergartendebatte längst zu einem "Machtkampf" eskaliert ist und das Resultat des Bürgerentscheids das "Ergebnis einer Einheitsgemeinde" sei. Einzig Klingsmoos hat sich (deutlich) mehrheitlich für einen Montessori-Kindergarten in ihrem Ortsteil ausgesprochen. Alle anderen Orte sowie die Mehrheit der Briefwähler waren dagegen. Auch Gemeinderat Karl Mosch fand es "schade, dass die Chance nicht genutzt wurde". Die Klingsmooser würde jetzt wieder einmal leer ausgehen.

Bestätigt fühlen sich dagegen Stefan Fäustlin und Arnold Brand. Bereits zum zweiten Mal haben die Mitinitiatoren des ersten Bürgerentscheids einen Sieg für sich eingefahren. "Wir sind einfach nur heilfroh, dass es jetzt zuende ist", sagte Fäustlin im Gespräch mit den AN. Immer nur kämpfen und sich erklären müssen - das sei vor allem zuletzt, nachdem die BI massiv für ihren Vorschlag geworben habe, "nur noch stressig gewesen". Trotzdem haben sie nie wirklich daran gezweifelt, dass der Bürgerentscheid zu ihren Ungunsten ausgehen könnte - auch wenn Arnold Brand mit Blick auf die Wahlbeteiligung zeitweise Nervenflattern bekam.

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