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Sitzung II

18.01.2020

Kein Schallschutz für die Schule

Die besondere Decke kostet für ein Klassenzimmer fast 10000 Euro. Das ist dem Gemeinderat Adelzhausen zu teuer

Die Kinder sollen in der Adelzhausener Schule dem Unterricht in aller Ruhe folgen können. Allein eine Lösung hat der Gemeinderat noch nicht gefunden. In der Sitzung am Mittwoch konnte im Gremium keine Einigung erzielt werden, was eine Schallschutzdecke anbelangt. Die war probeweise für ein Klassenzimmer eingerichtet worden.

Nachdem bereits vor einigen Jahren Schalldämmwaben in den Klassenzimmern verbaut wurden, hatte sich die Adelzhausener Grundschule kürzlich um Messungen bemüht. Diese zeigten, dass die erreichte Dämmung zwar gut aber noch optimiert werden könnte. Hierfür hatte man sich bereits im vergangenen Jahr ein Angebot für ein Klassenzimmer eingeholt. Dieses lag bei 9865 Euro. Aktuell liegt nun ein neues Angebot vor, das sich auf 5713 Euro beläuft.

Die Schallschutzdecke sorgt dafür, dass die Kinder dem Unterricht überall im Klassenzimmer gleichermaßen gut folgen können. Denn die Decke minimiert Echos und hallende Geräusche gleichermaßen. Anlässlich der relativ hohen Ausgabe für nur ein Klassenzimmer und der Aussicht, dass eigentlich mindestens vier Klassenräume ausgestattet werden müssten, einigte sich das Gremium darauf, die Entscheidung vorerst zu vertagen. Allerdings ist Bürgermeister Lorenz Braun überzeugt, dass „uns das Thema im laufenden Jahr schon nochmal beschäftigen“ werde.

Kein Schallschutz für die Schule

Den Auftrag für den Ausbau des DSL Glasfasernetzes erhielt aufgrund des besseren Angebotes die Firma DSLmobil aus Asbach-Bäumenheim. Das kostet die Gemeinde 141000 Euro. 80 Prozent der Kosten trägt der Staat. Der Ausbau betrifft folgende Ortsteile: Adelzhausen-Süd, Adelzhausen-Waldstraße, Tremmel, Haunsried, Weinsbach, Waldhaus, Holzschuster, Brandbauer und Brandfischer. Was den zeitlichen Rahmen angeht, wurden noch keine genaueren Angaben gemacht.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Ende Januar das neue Katastrophenschutzfahrzeug der Feuerwehr Adelzhausen abgeholt wird (wir berichteten). Angesichts von acht Feuerwehreinsätzen während der vergangenen Woche sagte Bürgermeister Braun: „Wenn es so weitergeht, kommen wir auf 500 Einsätze im Jahr. Da viele dieser Einsätze auf der Autobahn A8 nötig waren, betonte der Gemeindechef seinen Wunsch nach einem Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf diesem Abschnitt der Autobahn. Dem schlossen sich die übrigen Gemeinderäte größtenteils an.

Auf Anregung von Stefan Drössler waren auch Verschmutzungen durch Hundekot im Gemeindegebiet, beispielsweise auf dem Weg zum Sportheim, erneut ein Thema. Bürgermeister Braun betonte, dass man ihm Beweisfotos oder Namen gerne auch anonym zukommen lassen kann. In diesem Falle würden auf jeden Fall Bußgelder verhängt. „Wenn von unseren 120 Hunden nur fünf schwarze Schafe sind, dann sind das schon ein paar Kübel voll“, so Braun.

Dem Gemeinderat lag ein Antrag zur temporären Wohnnutzung von Abstellbereichen, beziehungsweise der Garage, im Erd- und Kellergeschoss eines Anwesens Am Rottenfeld in Heretshausen vor. Wie Peter Gerrer anmerkte, seien im Falle der bewohnten Garage folglich keine Stellplätze mehr für das Objekt vorhanden. Also entschieden die Gemeinderäte, den Antrag vorbehaltlich der Schaffung von ausreichend Stellplätzen anzunehmen.

Der jährliche Zuschuss für die Dorfhelferinnen- und Betriebshelferstation Aichach-Friedberg von 266 Euro wurde verabschiedet.

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