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Gemeinderat

12.12.2019

Kein Tiny House in Baar

Im Baugebiet Baar darf ein Antragsteller aus dem Landkreis Augsburg kein Tiny House aufstellen.
Bild: Wolfgang Stock

Plus Der Gemeinderat von Baar erteilt einem Antragsteller aus dem Landkreis Augsburg eine Absage. Er kann sein Mini-Haus nicht im Baugebiet Zeintl bauen. 

Dass die Gemeinderatsitzung am Donnerstagabend nicht lange dauern würde, ließ Baars Bürgermeister Leonhard Kandler bereits zu Beginn durchblicken, denn: Einberufen worden sei sie vor allem wegen eines Themas, das im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung dringend vom Gremium zu beraten war. Der öffentliche Teil der Sitzung war schnell erledigt.

Maximilian Eller, der via Antrag auf Vorbescheid nachgefragt hat, ob die Gemeinde es erlauben würde, sein Tiny House im Baugebiet am Zeintl aufzustellen, bekam eine Absage.

Der Bauwerber sucht seit geraumer Zeit einen Platz für sein Mini-Haus

Acht Gemeinderäte stimmten gegen das ungewöhnliche Bauvorhaben, mit dem der Jungunternehmer aus dem Landkreis Augsburg bereits seit geraumer Zeit durch viele Orte tingelt: Er sucht einen Ort, um sein Mini-Haus zu errichten. Im Baarer Baugebiet am Zeintl ist hierfür allerdings kein Platz, war sich der Rat mehrheitlich einig.

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Johanna Ruisinger erklärte die Intention des Baugebiets beziehungsweise, dass es in ihren Augen keine Befreiung von den Festlegungen im Bebauungsplan geben kann, so: „Wir wollten hier Wohnraum für Familien schaffen.“ Zudem sorgte sich die Gemeinderätin darum, den auferlegten Bauzwang auszuhebeln, wenn das Tiny House in Baar aufgestellt werden kann.

Auch Josef Schmidt befand: Das hölzerne Mini-Haus von Maximilian Eller passt nicht ins Baarer Neubaugebiet. Werner Wörle verwies auf einen anderen Standort in der Gemeinde – „aber nicht im Zeintl“. Auch auf eine zeitlich befristete Lösung, die Kandler zur Diskussion stellte, konnten sich acht der anwesenden zwölf Räte nicht einlassen.

Zu zweiter Zufahrt braucht Rat mehr Details

Zweite Zufahrt Der Antrag von Leopold Kürbis wurde vertagt. Er will eine zweite Einfahrt zu seinem Grundstück im Römerweg 2 in Oberbaar planen, um seinen Mitarbeitern eine Parkmöglichkeit zu bieten, ohne dabei die Mieter im angrenzenden Gebäude zu beeinträchtigen. Der Grund für die Vertagung: Nach einer Reihe von Mutmaßungen und Spekulationen darüber, wie die zweite Zufahrt denn verlaufen könnte, entschieden die sich Räte dafür, den Antragsteller um eine detaillierte Planung zu bitten.

Nachbessern beim Ortsplan Auch die Firma Karl, die auf eine Druckfreigabe für den werbefinanzierten Ortsplan hoffte, muss noch einmal nachbessern. Es hagelte Kritik an der optischen Darstellung des Planes. Er sei unübersichtlich und unattraktiv, hieß es.

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