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Wahl in Kühbach

29.03.2020

Kerscher nach Wahlkrimi in Kühbach: "Sind viele Tränen geflossen"

Der glückliche Wahlsieger von Kühbach: Karl-Heinz Kerscher, hier im Kreis seiner Familie, wird neuer Bürgermeister der Marktgemeinde.
Bild: Helene Monzer

Plus Beim neuen Kühbacher Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher gibt es Tränen der Rührung. So beurteilt sein Mitbewerber Stefan Schneider den knappen Wahlausgang.

Der neue Bürgermeister von Kühbach heißt Karl-Heinz Kerscher (Ortsgemeinschaft Kühbach). Er lag am Sonntag nach einer spannenden Auszählung bei der Stichwahl, die einem Wahlkrimi glich, mit 90 Stimmen vor Stefan Schneider (Gemeinsam für Kühbach). 1305 (51,8 Prozent) der insgesamt 2538 Wähler stimmten für Kerscher, 1215 (48,2) für Schneider. Für den 48-jährigen Kerscher ging mit seiner Wahl zum Bürgermeister ein lebenslanger Traum in Erfüllung, wie er sagte.

Kerscher reagiert gerührt auf seine Wahl zum Bürgermeister von Kühbach

Kerschers erste Reaktion, als er das Ergebnis hörte, beschreibt er so: „Es sind viele Tränen der Rührung geflossen.“ Besonders beeindruckt hat ihn die Wahlbeteiligung, die mit rund 74 Prozent sogar noch höher war als vor zwei Wochen. Da hatten 2402 Wähler, das entspricht 70 Prozent, ihre Stimme abgegeben. Zur Wahlbeteiligung sagte Kerscher: „Das zeigt mir, dass in Kühbach Demokratie gelebt wird.“


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Der 48-Jährige ist froh, dass mit der Entscheidung eine intensive und lehrreiche Wahlzeit zu Ende geht. „In Kühbach kann wieder Ruhe einkehren.“ Bei der Nominierungsversammlung der Ortsgemeinschaft (OGK) hatte Kerscher überraschend Stefan Schneider, der damals noch der OGK angehörte, aus dem Rennen geworfen. Der war daraufhin mit einer neu gegründeten Liste bei der Wahl angetreten.

Für Kerscher bedeutet die Wahl zum Nachfolger von Johann Lotterschmid, dass er in vier Wochen seine Arbeit als stellvertretender Verkaufsleiter übergeben muss, bevor er ins Rathaus einziehen kann. Die Übergabe werde eine Herausforderung, weil wegen der Corona-Krise alles im Home-Office geregelt werden muss, glaubt er. Kerschers Kommentar zur Wahl fiel überglücklich aus: „Mein Herz schlägt schon immer für Bayern und das Wittelsbacher Land. Jetzt darf es auch für Kühbach schlagen.“

Stefan Schneider ist trotzdem zufrieden mit dem Resultat

Schneider, Zweiter Bürgermeister von Kühbach, ist mit dem Ergebnis der Stichwahl „total zufrieden“. Ihm sei vom ersten Tag an bewusst gewesen, dass es „mit Sicherheit eine knappe Angelegenheit wird“. Er sagte: „Die Entscheidung ist gefallen und das akzeptiere ich.“ Als einzige Enttäuschung während des Wahlkampfes nennt Schneider die Stimmung, die hinter seinem Rücken gegen ihn gemacht worden sei und gegen die er sich nie habe wehren können. Der zweite Platz bei der Stichwahl habe keinen Einfluss auf sein Gemeinderatsmandat. Er betonte: „Das nehme ich an.“ Der Wahlkampf und das Drumherum solle dann keine Rolle mehr spielen. Schneider will, wie er sagte, eine vernünftige und sachliche Zusammenarbeit im Rat.

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