Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Kita-Streiks werden ausgedehnt

Tarifstreit

22.04.2015

Kita-Streiks werden ausgedehnt

Ob demnächst auch Kitas im Landkreis Aichach-Friedberg streiken, steht noch nicht fest. Symbolbild: Alexander Kaya

Die Gewerkschaften wollen auch im Landkreis Aichach-Friedberg zum Ausstand aufrufen. Dann wären viele Familien mit Kindern betroffen.

Viele Kindertagesstätten werden geschlossen, andere arbeiten nur mit dünner Besetzung: Landesweit traten Beschäftigte zuletzt in den Warnstreik. Bislang war der Landkreis Aichach-Friedberg davon nicht betroffen. Das könnte sich aber bald ändern.

Die Streikaufrufe der Gewerkschaften Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wirtschaft (GEW) sollen auf alle Fälle ausgedehnt werden. Das bestätigte gestern Elke Hahn, Geschäftsführerin der GEW Bayern, auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir werden den Druck ausweiten müssen.“ Am Dienstag wurde von den Gewerkschaften Verdi und GEW zu diesem Thema auf Bundesebene getagt. Dabei wurde das weitere Vorgehen verhandelt. Bisher ist nicht klar, wo es zu weiteren Streiks kommen wird – aufgerufen sollen aber alle werden. Hahn erklärt: „Ich kann nicht sagen, ob die Mitglieder im Kreis Aichach-Friedberg mitmachen.“ Sollte es im Landkreis zu Streiks kommen, könnten davon viele Familien mit Kindern betroffen sein.

Nach Angaben von Wolfgang Müller, Sprecher des Landratsamts in Aichach, stellen derzeit 90 Einrichtungen für 5667 Kinder einen Kita-Platz zur Verfügung. Viele Beschäftigte im Erziehungsdienst müssen aufgrund der Öffnungszeiten der Tagesstätten in Teilzeit arbeiten. Nun verlangen sie eine gerechtere Bezahlung und eine bessere Eingruppierung. Laut der GEW hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände die Forderungen der Gewerkschaften entgegengenommen, aber bisher kein Angebot vorgelegt. Die Forderung von insgesamt zehn Prozent mehr Lohn im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst halten aber die Kommunen als Arbeitgeber für nicht bezahlbar. (nipr)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren