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16.04.2015

Kleingärten bei Schorn müssen weg

Landratsamt will Schwarzbauten nicht länger dulden

Seit über einem Jahrzehnt bemängelt das Landratsamt mehrere Gerätehütten, Gewächshäuser und Krautgärten, die nahe dem Pöttmeser Ortsteil Schorn im Lauf der Jahre entstanden sind. Die Gemeinde setzte sich dafür ein, die Schwarzbauten zu dulden. Doch das Landratsamt sieht dafür keinen Spielraum. Nun naht wohl das Ende der Kleingartensiedlung.

Denn um diese zu legalisieren, hätte die Gemeinde einen Bebauungsplan aufstellen müssen. Das wäre mit erheblichen Kosten für die Grundstückseigentümer verbunden gewesen. Deshalb sprachen sich acht Betroffene bei einem Treffen im Rathaus vor knapp drei Wochen einstimmig dagegen aus. Dem schloss sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend an. Ein Baukontrolleur des Landratsamts wird im Herbst alle Bauten aufnehmen. Zumindest teilweise müssen sie wohl abgerissen werden.

Einige Grundstückseigentümer wären bereit gewesen, einen Teil der Bauten freiwillig zu beseitigen. Doch diese Zusicherung reichte am Ende nicht mehr aus – zumal seit 1996 die Siedlung bei Schorn immer größer wurde. Das Landratsamt befürchtete, dass hier eine Splittersiedlung entstehen könnte und wollte einen Präzedenzfall vermeiden.

Wie Bürgermeister Franz Schindele betonte, wären allein für das Bebauungsplanverfahren bis zu 20000 Euro angefallen. Mit dem Bebauungsplan alleine wäre es aber noch nicht getan gewesen. Er wäre nur die Grundlage für spätere Bauanträge gewesen. Anders als bei den Krautgärten und Moosbeeten in Pöttmes, wo nach ebenfalls jahrelangem Hin und Her ein Bebauungsplan aufgestellt wurde, um den Großteil der Hütten, Geräteschuppen und Wochenendhäuschen zu legalisieren, ist die Zahl der Betroffenen bei Schorn sehr gering. Daher wären die Kosten pro Person deutlich höher ausgefallen. (nsi)

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