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Kliniken an der Paar stecken tief in der Krise

Kliniken an der Paar stecken tief in der Krise
Kommentar Von Christian Lichtenstern
28.08.2019

Der Kreistag Aichach-Friedberg zieht die Reißleine und trennt sich vom Klinik-Geschäftsführer. Der hat Fehler gemacht. Für die vielleicht größte Krise in der Geschichte der Krankenhäuser im Landkreis ist er aber nicht allein verantwortlich.

Vor nicht mal einem Jahr war die Aufbruchstimmung nahezu greifbar. Ministerpräsident Markus Söder machte im Landtagswahlkampf Station in Aichach und weihte das „modernste Krankenhaus Europas“ ein. Ein Neubau für 50 Millionen Euro: Viel bessere Nachrichten kann es für einen Klinikstandort im ländlichen Raum eigentlich nicht mehr geben.

Aber statt Optimismus und Zukunftshoffnung dringen seither eigentlich nur noch schlechte Botschaften an die Öffentlichkeit. Der Knacks und der Anfang der Negativserie war definitiv die Schließung der Geburtenstation, noch bevor sie überhaupt eröffnet worden ist. Viel schlechter kann’s eigentlich gar nicht losgehen. Geschäftsführer Kazmierczak mag ein guter Betriebswirtschaftler sein und als Mediziner hat er Sachverstand. Den Imageschaden durch dieses hoch emotionale Thema hatte er offensichtlich überhaupt nicht auf der Rechnung.

Auch zwischenmenschlich hat er oft den Ton nicht getroffen. Wenn dann die bundespolitischen Rahmenbedingungen noch dazukommen und die Defizite in zweistellige Millionenhöhe klettern, dann wird die Luft für Geschäftsführer dünn.

Kliniken an der Paar stecken tief in der Krise

Der Kreistag hat die Reißleine gezogen, an Kazmierczak alleine liegt es aber bestimmt nicht, dass die Kliniken in der vielleicht massivsten Krise ihrer Geschichte stecken. Jetzt müssen auch die Nörgler und Kritiker in der Belegschaft hinlangen und den Karren mit aus dem Dreck ziehen. Ausreden gibt es keine mehr und viele weitere Chancen auch nicht.

Lesen Sie dazu den Artikel Klinik-Geschäftsführer Kazmierczak muss sofort gehen


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