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Affing

23.07.2010

Knappe Mehrheit will lieber einen Neubau statt 1B

Was passiert mit dem 1B? Über die Zukunft des früheren Schulhauses mitten in Affing entscheidet am nächsten Dienstag der Gemeinderat. Foto: Martin Golling
Bild: Martin Golling

Am Dienstag entscheidet der Affinger Gemeinderat über die Zukunft der alten Schule im Zentrum. Bis jetzt will die knappe Mehrheit lieber einen Neubau.

Mit Spannung blickt so mancher Affinger auf die Gemeinderatssitzung am Dienstag, 27. Juli (Beginn 19 Uhr). Nimmt die Gemeinde Geld in die Hand, um das 1B, das frühere Schulhaus im Ortskern, zu retten oder kommt ein Neubau? 71 Bürger hatten sich im Anschluss an den Informationsabend (wir berichteten) noch die Mühe gemacht und den Fragebogen ausgefüllt.

Die Bürger konnten sich beteiligen

39 von 71, also 54,9 Prozent, hatten sich dabei für die Variante 3 ausgesprochen. Das heißt: Weg mit dem 1B und her mit dem Kubus. Der würfelförmige Neubau wäre dem 1B von der Form her nachempfunden. Für eine Sanierung der heruntergekommenen alten Schule hatten lediglich 30 Bürger votiert, was nur 42,3 Prozent ausmachte. Keine Chance ließen die Affinger jener Variante, bei dem ein Langhaus, ein langer, schmaler Bau an der nördlichen Grundstücksgrenze, das 1B ersetzen würde. Sie erhielt nur eine Stimme, 1,4 Prozent.

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Mit der Abstimmung hatten die Bürger auch die Möglichkeit erhalten, ihre Ansichten zu erläutern. Für die Variante 1, den Erhalt der alten Schule, gaben zehn Bürger Wortmeldungen ab. "Mit einem Neubau, egal welcher Art, gleicht der Ortskern von Affing immer mehr jedem anderen bayerischen Dorf. Durch den Erhalt des 1B werden nicht nur die lange Geschichte, die Tradition und viele Erinnerungen repräsentiert, sondern es bleibt auch die Einzigartigkeit Affings mit seinem markanten Ortskern erhalten", argumentiert ein Bürger. 15 Wortmeldungen bezogen sich auf den Kubus. "Das ist die harmonischste Variante. Sie bildet Bezug zur alten Schule und zum Schloss, schließt den Schlossplatz ab und eröffnet den Grünbereich in Ost-West-Richtung", schreibt einer dieser 15 in seinem Statement. Der Erhalt des 1B sei für ihn von der Wirtschaftlichkeit und von der Nutzung her nicht darstellbar. Das 1B stehe auch falsch zum Schlossplatz, findet dieser Bürger.

Einigkeit herrschte über das Architektenteam. "Kompliment! Sehr gute Präsentation", richtet eine Wortmeldung sich an die Architekten Manfred Lux und Fritz Kots. Weiter heißt es: "Nur über einen Abriss können die Möglichkeiten, die jetzt geschaffen wurden, optimal für die Zukunft und für die Neugestaltung des Ortskerns realisiert werden. Wirklich toll finde ich die "grüne Erweiterung" von Ost-West als Blickfang."

Gemeinderat will vorsichtig zu Werke gehen

Vorsichtig wird der Gemeinderat in dieser Sache zu Werke gehen, denn schon einmal haben die Affinger Bürger in Bezug auf dieses 1B-Grundstück seine Entscheidung mit einem Bürgerentscheid gekippt. Es wird eine spannende Gemeinderatssitzung werden - soviel ist sicher. (mgw)

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