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07.03.2009

Knauer: Acht Millionen für Hochwasserschutz

Aichach-Friedberg (gth) - Landrat Christian Knauer (CSU) setzt sich gegen Vorwürfe der Interessengemeinschaft Grund- und Hochwasserschutz Obere Paar/Lech zur Wehr (IGHS). Deren Sprecher hatte Knauer vorgeworfen, sich nicht ausreichend für die Lösung der Probleme einzusetzen (wir berichteten).

Tatsache ist jedoch laut Knauer, dass für die Verwirklichung des Hochwasserbeckens an der Putzmühle bereits über 3,8 Millionen Euro ausgegeben wurden. Für die nächsten Maßnahmen wurden im letzten Jahr über 700 000 Euro in den Grunderwerb und 525 000 Euro in die Planung investiert. Heuer seien nochmals 1,2 Millionen Euro für den weiteren Grunderwerb fest eingeplant.

Insgesamt seien für den Bau eines zusätzlichen Hochwasserrückhaltebeckens und den innerörtlichen Ausbau der Paar in Mering und Kissing Ausgaben von über 8 Millionen Euro einkalkuliert. All diese Projekte seien in der Förderliste mit sehr hoher Priorität versehen. Die Wasserwirtschaftsverwaltung werde die Projekte nacheinander planen und - sofern keine Klagen die Vorhaben verzögern - schnellstmöglich nach der Genehmigung auch ausführen, verspricht Knauer Zweifel äußert Knauer an der Auffassung der IGHS, dass sämtliche Probleme des Paarhochwassers ausschließlich mit der Staustufe 23 zu tun hätten und mit relativ geringem Aufwand zu lösen seien. "Es wäre schön, wenn mit ein paar einfachen Maßnahmen solches Unheil in Zukunft zu verhindern wäre", hält er entgegen. Wasserwirtschaftsverwaltung und Landratsamt sehen dies jedoch anders und werden auf die Hochwasserrückhaltung und den innerörtlichen Ausbau setzen.

Nicht die übliche Vorgehensweise des Landkreises

Der Landrat verweist außerdem darauf, dass das bayerische Innenministerium erst am 3. März seine Förderrichtlinien für das Konjunkturpaket veröffentlicht. Es ist nicht die übliche Vorgehensweise des Landkreises, schon im Voraus Wunschlisten zu veröffentlichen und damit Erwartungen zu wecken, die sich dann möglicherweise nicht erfüllen lassen. Der Landkreis unternehme jetzt, entsprechend dieser Förderrichtlinien, alles Notwendige, um staatliche Mittel aus dem Konjunkturpaket in Anspruch nehmen zu können. Da der Landkreis aber nicht für den Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen zuständig sei, bekomme er speziell hierfür auch keine staatlichen Fördermittel.

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