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RTL II

26.03.2015

"Kochprofis" in Aichach: Restaurant-Betreiber bitten TV-Köche um Hilfe

Von Sonntag bis Dienstag machten die „Kochprofis“ in Aichach Station. Die Betreiber des Sempre Gusto, Sabina Meggle-Würz und Rudolf Würz, hatten die TV-Köche um Hilfe gebeten.
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Von Sonntag bis Dienstag machten die „Kochprofis“ in Aichach Station. Die Betreiber des Sempre Gusto, Sabina Meggle-Würz und Rudolf Würz, hatten die TV-Köche um Hilfe gebeten.
Bild: Niklas Molter

Drei Tage lang waren die „Kochprofis“ von RTL II in Aichach zu Gast. Die Wirte hatten sie um Hilfe gebeten. Ihr Problem: Das Sempre Gusto laufe zwar „gut, aber nicht gut genug“.

Keine Fotos, kein Winken, nicht direkt in die Kamera schauen. Kurz bevor das Abschlussessen mit den „Kochprofis“ losgehen kann, erläutert Aufnahmeleiter Gorden Wüst vor dem Sempre Gusto noch einmal die Regeln. In dem Aichacher Lokal darf am Dienstagabend gekostet werden, was die TV-Köche Frank Oehler, Ole Plogstedt, Andreas Schweiger und das Restaurant-Team seit Sonntag erarbeitet haben. Drei Tage lang waren die „Kochprofis“ in Aichach zu Gast. Die Wirte Sabina Meggle-Würz und Rudolf Würz hatten sie um Hilfe gebeten. Ihr Problem: Das Sempre Gusto laufe zwar „gut, aber nicht gut genug“. Es fehlten: die Gäste.

Die sind nun da. Es ist kurz nach halb sieben, Feierabendstimmung in Aichach. Vor dem Lokal auf dem Milchwerkgelände stehen rund 30 Menschen und warten darauf, hineingelassen zu werden. Dass sie am Abschlussessen mit den „Kochprofis“ teilnehmen dürfen, haben sie dem Losglück zu verdanken. Es hätten sich mehr als zehn Mal so viele Interessenten gemeldet, wie es Plätze gebe, hatte Betreiber Rudolf Würz noch am Nachmittag erzählt.

Nun steht er in seinem Restaurant und spricht in die TV-Kameras des Aufnahmeteams. „Es wird hervorragend klappen“, sagt er zuversichtlich. Nach drei Tagen mit den „Kochprofis“ sei nun „Showtime“. Minuten später stehen Teller auf den mit je einer Blume dekorierten Tischen. „5erlei Crostini“ nennt sich der erste von vier Gängen: fünf angeröstete Weißbrote, belegt mit Mozzarella, Gorgonzola, Geflügelleber, Speck oder Salsiccia, einer würzigen italienischen Wurst.

Während die Gäste die Happen verspeisen, zieht das Fernsehteam – Autorin, Kameramann, Tonmann – durch die Reihen. Wie es den Gästen schmecke, wollen die drei wissen, und ob sie sich vorstellen könnten, auch künftig im Sempre Gusto vorbeizuschauen. „Es schmeckt sehr gut, es ist wirklich lecker“, antworten die Gäste artig. Ein wenig ungewöhnlich ist es für die meisten allerdings schon, beim Essen gefilmt zu werden. „Anfangs mussten wir darauf achten, nicht direkt in die Kamera zu blicken“, erzählen Elisabeth Kurrer und Tochter Jenny Strobel aus Kühbach: „Man gewöhnt sich aber dran.“ Die beiden sind an diesem Abend zu Gast, weil sie sehen wollen, „wie es ist, wenn die Kochprofis kommen“. Im Fernsehen kämen die so sympathisch herüber, sagen sie.

"Kochprofis" in Aichach: Der Sendetermin steht noch nicht fest

Hinter der Theke des Sempre Gusto herrscht unterdessen reger Betrieb: Das Personal bespricht sich, schenkt ein, bedient. Jasmin Mavraj trinkt eilig einen Schluck aus einer Wasserflasche. Sie und die beiden anderen Kellnerinnen, die zwei Köche und die Wirtsleute kümmern sich um die Gäste, bringen ihnen Speisen. Eine Reise durch die Neuheiten der Karte hatte Rudolf Würz bei der Begrüßung angekündigt. Das Motto des Abends: „Etwas anders.“ Es solle keine großen Veränderungen geben, so der Betreiber. Man wolle aber an Stellschrauben drehen. Zu den Neuheiten gehören Salate und Panini, die das Sempre Gusto zum Mitnehmen anbieten will. Die Gäste des Abschlussessens bekommen darauf bereits einen Vorgeschmack. Jeder von ihnen probiert drei Panini und drei Salatcups. In den Plastikbechern zum Mitnehmen ist etwa Couscous mit Rosinen, Oliven und Schafskäse-Granatapfel-Salat. Kommt das bei den Gästen an? „Das ist eine Alternative zur Leberkässemmel“, sagt Jenny Strobel mit einem Lächeln.

20.35 Uhr: Die Hauptspeise – Piemonteser Schweineragout mit Safranpüree und Bauernkäse – ist serviert. Betreiber Rudolf Würz lehnt für einen kurzen Moment an seinem Tresen. Er wirkt gelöst. Die letzten drei Tage mit den Fernsehköchen seien anstrengend und aufregend gewesen, hatte seine Frau Sabina Meggle-Würz zuvor bei ihrer Runde durchs Lokal verraten. Für alle: die Betreiber, das Serviceteam und die Köche. Vor allem für einen der beiden: Er traf an seinem ersten Tag im neuen Job sogleich auf ein TV-Team.

Laut Produktionsfirma steht der Sendetermin noch nicht fest.

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