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Sielenbach

02.11.2019

Kommunalwahl 2020: Zwei Bürgermeisterkandidaten, einer ist Favorit

Sie wollen Bürgermeister in Sielenbach werden: Heinz Geiling (links) setzte sich in der ersten Nominierung gegen Thomas Ritter durch. Foto: Gerlinde Drexler

Plus Bei der Nominierungsversammlung bekommt Heinz Geiling die meisten Stimmen. Bewerber Thomas Ritter unterliegt deutlich, doch er sucht eine zweite Chance.

Das Interesse an der Nominierungsversammlung der Gruppierung Einheit Sielenbach am Mittwochabend war enorm. Rund 130 Zuhörer waren gekommen, 105 davon Wahlberechtigte (Sielenbacher über 18). Mit Heinz Geiling und Thomas Ritter stellten sich zwei Kandidaten für den Bürgermeisterstuhl im Sonnendorf zur Wahl. Die Wahlberechtigten favorisierten ganz klar einen von ihnen. Geiling setzte sich als Bürgermeisterkandidat mit Abstand durch (85 Stimmen) und führt auch die Liste der potenziellen Gemeinderäte an. Ritter zeigte Größe und gratulierte, will aber nicht aufgeben.

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Bürgermeister Martin Echter freute sich „wirklich sehr“ über das große Interesse in der Bevölkerung. Er vermutete: „Wenn der Kapitan von Bord geht, ist eine Kommunalwahl für die Bürger interessanter.“ Vor sechs Jahren, als Echter für seine dritte Periode als Bürgermeister kandidiert hatte, waren gerade mal 36 Wahlberechtigte zur Nominierungsversammlung der Einheit Sielenbach gekommen. 42 Jahre lang war Echter in der Kommunalpolitik tätig, 18 davon als Bürgermeister. Es sei manchmal auch harte Arbeit gewesen und er habe versucht, allen gerecht zu werden, sagte er. „Der Gemeinderat und ich haben sehr viel erreicht.“ Echter hofft und wünscht sich, dass es mit der neuen Mannschaft so gut weiterläuft wie bisher.

Die Kontinuität weiterzuführen beschrieb der 54-jährige Geiling als sein Ziel. Als er vor 25 Jahren in die Gemeinde gezogen sei, habe er relativ schnell versucht, sich zu integrieren. Unter anderem war er beim Partnerschaftskomitee aktiv und im Skiclub. „Seit zwölf Jahren bringe ich mich im Gemeinderat in die Entwicklung der Gemeinde ein.“ Das Niveau des sachlichen und fachlichen Miteinanders wolle er fortführen, sagte er bei seiner Vorstellung. Bei seinem Arbeitgeber, dem Landratsamt in Aichach, holte Geiling sich bereits grünes Licht. Er kann dort seine Arbeitszeit reduzieren. Der 54-Jährige sagte: „Ich kann wirklich viel einbringen, um der Gemeinde viele Stunden zur Verfügung zu stehen.“

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Sielenbach: Was der unterlegene Kandidat jetzt vorhat

Ritter betonte, wie wichtig es sei, dass bei der Wahl nicht nur ein Kandidat antrete. „Wir sind vom Typ her sehr unterschiedlich und das ist schon mal gar nicht schlecht.“ Der 51-Jährige ist in Sielenbach geboren und hat zwei zehn und zwölf Jahre alte Kinder. Er war Ministrant, machte bei der Raiffeisenbank im Ort seine Lehre und leitete sieben Jahre lang die Niederlassung der Bank in Eurasburg. Ritter ist selbstständig und hat beruflich viel mit Baufirmen zu tun. Auch mit Förderprogrammen kenne er sich gut aus, sagte er. Mit der Firma, mit der der 51-Jährige zusammenarbeitet, habe er bereits abgeklärt, dass er Zeit für das Amt habe, sagte er.

Die 105 Wahlberechtigten auf der Versammlung hatten einen klaren Favoriten als Bürgermeisterkandidaten. Geiling erhielt 85 Stimmen, Ritter 20. Ähnlich lief es bei der Aufstellung der Liste der Gemeinderäte. Hier kandidierten alle amtierenden Räte der Einheit Sielenbach erneut. Die Anzahl der Stimmen entschied über den Platz, den jeder Kandidat auf der Liste einnahm. Mit 225 Stimmen landete Geiling auf Platz eins, Ritter mit 88 Stimmen auf dem letzten Platz.

Aufgeben will der 51-Jährige trotzdem nicht. „Ich versuche es in Tödtenried noch mal“, kündigte er an. Dort findet am Dienstag, 5. November, um 19.30 Uhr die Nominierungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft statt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar Der Wahlkampf im Wittelsbacher Land nimmt Fahrt auf

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