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Gemeinderat

08.11.2018

Komplettlösung für die alte Schule in Obergriesbach

Der neue Kindergarten in Obergriesbach: Im Sommer eingeweiht, ist er schon wieder zu klein. Jetzt schafft die Gemeinde nebenan in der alten Schule zwei weitere Gruppenräume.
Bild: Katharina Wachinger

Bei der Präsentation des Architekten schlucken die Gemeinderäte. Sie befürchten enorme Kosten. Eigentlich wollten sie nur mehr Platz für die Kinder schaffen

Dass die Gemeinde Obergriesbach Platz für eine neue Kindergartengruppe und eine neue Krippengruppe schaffen muss und möchte, ist bereits beschlossene Sache. Sie sollen im Untergeschoss der früheren Obergriesbacher Schule untergebracht werden, in dem bereits Kinder betreut worden sind. Wie das funktionieren könnte, stellte Martin Geck vom Architekturbüro Schrammel am Dienstag dem Gemeinderat vor (siehe Infokasten). Das Gebäude dockt direkt an den Kindergarten-Neubau an, der erst im Sommer eingeweiht worden ist.

Doch mit einem Konzept für das Untergeschoss ließen es die Planer nicht bewenden. Sie präsentierten ein Gesamtkonzept, das neben der Einrichtung der zwei zusätzlichen Gruppen auch neue Sanitäranlagen, eine neue Heizung, neue Fenster sowie eine Dach- und Fassadensanierung am Bestandsgebäude beinhaltete. In der Sitzung, in der sich die Räte für die Erweiterung des Kindergartens im Erdgeschoss ausgesprochen hatten, hatten sie jedoch nur beschlossen, die Fenster, die Heizung und die Sanitäranlagen zu sanieren. Deshalb machten die Räte bei dieser Präsentation große Augen. Sie scheuen vor allem eines: die Kosten, die damit verbunden sein werden.

Peter Liebl sprach aus, was wohl die Sorge aller Räte zu sein schien: „Drüben haben wir eine Riesen-Summe ausgegeben. Wir haben Angst, dass es wieder so teuer wird.“ Lorenz Mahl erinnerte daran, dass nur Kindergarten, Heizung und Fenster beschlossen seien. „Mehr nicht“, erklärte er bestimmt und fügte hinzu: „Das wird sonst wieder ein Millionenprojekt.“ Daniel Schulz sorgte sich darum, ob es überhaupt eine Baugenehmigung geben könne, wenn nur die Kindergartenetage isoliert betrachtet würde. Stefan Asam lobte die Ausführungen zum Kindergarten, gestand aber „Bauchschmerzen“ bezüglich des „Rattenschwanzes, den wir uns wahrscheinlich nicht leisten können“. Berthold Schmitt gestand den Entwürfen durchaus zu, plausibel zu sein. Andererseits sei die Gemeinde dazu angehalten worden zu sparen. Der Kindergartenumbau sei Pflicht, der Rest müsse peu à peu gemacht werden. Tassilo Drobek forderte eine „Komplettlösung“, die dann etappenweise umgesetzt werden könne.

Bürgermeister Josef Schwegler versuchte zu erklären, wie es zur kompletten Planung gekommen ist: „Fenster und Hülle müssen als Gesamtes betrachtet werden.“ Gewisse Vorkehrungen müssten bereits bei der Planung getroffen werden, dann sei eine Umsetzung in Etappen möglich. Anja Klein forderte eine Aussage seitens des Landratsamtes, was die Gemeinde erfüllen müsse, um eine Baugenehmigung zu erhalten. Schulz ergänzte, dass nicht nur diese Aussage nötig sei, sondern auch eine Kostenschätzung für die Komplettlösung und die „Minimallösung“. Darauf konnten sich die Räte einlassen: Im nächsten Schritt wird eruiert, was nötig ist, um eine Genehmigung zu bekommen und auch die Regelungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) einzuhalten. Zudem müssen Kosten kalkuliert werden – für das komplette Programm und für die Teillösung, die nur den Kindergarten umfasst.

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