Newsticker

Kanzler Sebastian Kurz: Österreich will kein Après-Ski in der neuen Ski-Saison
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Konjunkturkrise zeigt sich auch im Kreis

Arbeitsmarkt

30.06.2009

Konjunkturkrise zeigt sich auch im Kreis

Fast verdoppelt hat sich innerhalb eines Jahres die Zahl der arbeitslosen jungen Leute unter 25 Jahren im Raum Aichach. Reinhold Demel, Leitender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Augsburg, nannte diese Entwicklung bei der Präsentation der aktuellen Zahlen in Aichach "besorgniserregend".

Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Mai zwar geringfügig, im Vergleich zum Vorjahr stieg sie aber um 597 auf jetzt 2432, also um 32 Prozent, so Gottfried Denkel, Geschäftsführer der Agentur für Beschäftigung und Soziales (AfBS) in Aichach. "Hier bekommt der Landkreis die konjunkturellen Probleme ein Stück weit mit", sagt Denkel. Im Juni meldeten sich im Schnitt 28 Menschen täglich arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent gegenüber 2,7 im Juni 2008.

Bei den jungen Leuten unter 25 Jahren war der Anstieg mit 92 Prozent besonders dramatisch: Waren im Juni 2008 noch 178 arbeitslos, so sind es jetzt 342. Deshalb will die Agentur für Arbeit den jungen Arbeitslosen "verstärkt unter die Arme greifen", sagt Demel: mit Ausbildung, Qualifizierung und Vermittlung von Beschäftigung.

Besonders stark gestiegen sind die Zahlen auch bei den Männern und bei den Ausländern. Die Konjunkturdelle wirke sich im produzierenden Gewerbe und im Handwerk besonders stark aus, sagt Denkel dazu.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Sehr positiv ist laut Denkel dagegen die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen, der einzigen Gruppe, die besser dasteht, als im Vorjahr: Ihre Zahl ist von 465 im Juni 2008 auf 382 jetzt gesunken.

Zurückgegangen ist aber auch die Zahl der offenen Stellen. Mit 215 sind es 103 weniger als im Juni 2008. Gesucht werden nach wie vor Fachkräfte, zum Beispiel im Dienstleistungsgewerbe oder in sozialen Berufen. "Qualifizierung schützt vor Arbeitslosigkeit", betont Denkel.

Bei den Hartz-IV-Empfängern steht der Landkreis noch gut da. Die Quote von 1 Prozent ist bundesweit eine der niedrigsten. Die Anträge nehmen laut Denkel aber zu.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren