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Benefiz

21.11.2018

Konzert für Tschernobyl-Kinderhilfe in Pöttmes

Die Muskateller Saitenmusik unter Leitung von Barbara Vogel (links) tritt beim Benefizkonzert auf.
Bild: Muskateller Saitenmusik

Die Tschernobyl-Kinderhilfe Pöttmes-Schrobenhausen hilft betroffenen Kinder im weißrussischen Gomel.

Mit einem Benefizkonzert macht die Tschernobyl-Kinderhilfe Pöttmes-Schrobenhausen am Sonntag, 9. Dezember, auf die Situation im weißrussischen Gomel aufmerksam. Während sich die Stadt als moderne Metropole präsentiert, bleiben andere auf der Strecke. Der Erlös des Konzertes, das um 15 Uhr in der Pöttmeser Pfarrkirche St. Peter und Paul beginnt, kommt in diesem Jahr den von der Atomkatastrophe im Jahr 1986 am schwersten betroffenen Kindern in Gomel zugute.

Ein großes Anliegen von Evi Schmidt-Deeg ist es, die seit vielen Jahren übernommenen Patenschaften fortzuführen. Diabetes, massive Herzleiden, Skelettdegeneration, schwere, für Kinder atypische Krebserkrankungen – all das, gepaart mit erdrückenden familiären und materiellen Bürden, sei der Alltag der Patenkinder und ihrer Familien, sagt die Organisatorin der Tschernobyl-Kinderhilfe Pöttmes-Schrobenhausen.

Kinderärztin Alla Ivanovskaja begegne vor Ort der „hässlichen Fratze von Tschernobyl“ in all ihren Erscheinungsformen, so Schmidt-Deeg. Die monatlichen Spenden an die Patenkinder ermöglichen nicht nur den Kauf von unbelasteten Lebensmitteln, teuren Medikamenten oder Schulbedarf. Sie seien auch Motivation, sich gegen lähmende Lethargie zu stemmen, sagt Schmidt-Deeg.

Unterstützte Jugendliche meistern inzwischen ihr Leben

Die ersten durch Patenschaften unterstützten Jugendlichen würden inzwischen dank guter Ausbildung ihr Leben meistern. Das wünscht sie sich für alle Patenkinder. Ein Schicksal liegt Schmidt-Deeg besonders am Herzen: Die neunjährige Anastasia wurde mit einer seltenen gravierenden Missbildung im Genitalbereich geboren. Körperliche Dauerbelastungen und permanente Infektionen bestimmen ihren Alltag, sagt Schmidt-Deeg. Die weißrussischen behandelnden Ärzte zögern mit größeren operativen Eingriffen, so die Organisatorin. Spezialisten in Deutschland würden darin zumindest eine Option sehen.

Die Tschernobyl-Kinderhilfe würde Anastasia gerne die notwendige Untersuchung, vielleicht sogar Operation ermöglichen, wenn die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stünden. Deshalb bittet Schmidt-Deeg um Spenden. Beim Benefizkonzert stimmen die rund 40 Sänger des Schrobenhausener Lenbach-Chores unter Leitung von Markus Bartholomé auf den Advent ein. Maria Stark lässt von der Empore ihre Trompete erklingen.

Untermalt wird ihr Spiel von Organist Stefan Haas. Die Muskateller Saitenmusik unter Leitung von Barbara Vogl und die Volksmusik-Gruppe des Gymnasiums Schrobenhausen, einstudiert von Rita Brunner, stehen in zartem Klangdialog im Altarraum. Hermann Plöckls aktuell formulierte Texte sollen zu selbstkritischer Reflexion bewegen.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden für Patenschaften verwendet. Betreut werden die Patenschaften von Kinderärztin Alla Ivanovskaja. Nach dem Konzert ist im Pfarrheim bei Tee, Punsch und Gebäck Gelegenheit für Gespräche. (AN)

Spenden Auf das Konto der Tschernobyl-Kinderhilfe Pöttmes-Schrobenhausen: Schrobenhausener Bank, IBAN DE 38 7216 9218 0101 87 41 87

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