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Benefizaktion

26.11.2019

Konzert gegen das Leid von Tschernobyl

Stubnmusi „Boarischer Saitenklang“: Diese Gruppe gestaltet zum zweiten Mal das Benefizkonzerts der Tschernobyl-Kinderhilfe mit.
Foto: M. Schmidt

Tschernobyl-Kinderhilfe organisiert Nachmittag mit besinnlicher Musik in der Kirche und Kaffee im Pöttmeser Pfarrheim

Die Tschernobyl-Kinderhilfe Pöttmes-Schrobenhausen gibt auch diesmal im Advent ein Benefizkonzert. Es findet am zweiten Adventssonntag, 8. Dezember, um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Pöttmes statt. Chorissimo, der gemischte Chor der Tonwerkstatt Altschäfl mit Ruth Bayer auf der Querflöte und unter Leitung von Elisabeth Altschäfl will mit Peter Janssens sensiblen Klangantworten deutlich machen, dass Advent und Weihnachtsbotschaft ohne Achtung vor der Schöpfung nicht Wirklichkeit werden können.

Damit sind die Veranstalter auch schon beim Leid der Nachgeborenen von Tschernobyl, das sich häufig hinter den trügerischen Glanzfassaden der weißrussischen Metropole Gomel verbirgt oder hinter den Türen oft nur dürftig ausgestatteter Mietswohnungen. Die Vier-Wochen-Packung eines bitter notwendigen Medikaments verschlingt laut einer Mitteilung der Initiative die Hälfte einer Monatsrente von 100 Euro.

Zugleich sollen Einkommen und Renten weiter gekürzt werden. „Den Kindern von Tschernobyl, ihren Müttern und Großmüttern kann ihre Bürde, vor allem die gesundheitliche, nicht abgenommen werden. Doch mit dem Erlös des Konzertes lässt sich ihr Leid lindern, ihr Leben erträglicher gestalten“, heißt es in einer Mitteilung.

Mit der Schöpfungsbotschaft will Chorissimo an sein begeistert aufgenommenes Konzert vom Frühjahr 2018 in St. Peter und Paul anknüpfen. Am zweiten Adventssonntag spannt der Chor einen Klangbogen vom einfühlsamen Spiritual zum ausdrucksmächtigen Madrigal. Hermann Plöckl will mit seinen Texten den Blick der Zuhörer auf die Dissonanz zwischen politisch-gesellschaftlicher Realität und biblischer Botschaft lenken.

Frische und beschwingte Klänge steuern die Trompeten und Posaunen von Quattro stagioni bei. Ob klassisches Adventslied oder Gustav Holsts eher herbes „In the bleak midwinter“ – Matthias Baunach, Wolfgang Eichenseher, Lucas Krammer und Maria Stark wollen Innigkeit ohne Sentimentalität vermitteln. Mit filigranen Tonsequenzen will der Boarische Saitenklang unter Federführung von Hildegard Haas vom Altarraum aus in instrumentalen Dialog mit den Bläsern auf der Empore treten.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Spenden werden erbeten für die Fortführung der Patenschaften im weißrussischen Gomel. Mit diesen Patenschaften unterstützt Evi Schmidt-Deeg, Initiatorin der Kinderhilfsorganisation, zusammen mit Kinderärztin Alla Ivanovskaja seit zwei Jahrzehnten sozial und gesundheitlich besonders hart betroffene Kinder. Beider großer Wunsch ist es, den Kindern eine bescheidene Lebensperspektive zu geben, sie zu begleiten, bis sie dank guter medizinischer Versorgung und qualifizierter Ausbildung ihren Lebensweg selbstständig gehen können.

Nach dem Konzert ist im Pfarrheim St. Peter und Paul bei Tee, Kaffee, Punsch und Gebäck Gelegenheit, sich über die aktuelle Situation der unterstützten Familien im weißrussischen Gomel und die Arbeit der Hilfsinitiative näher zu informieren. (AN)

Schrobenhausener Bank, IBAN DE38 7216 9218 0101 87 41 87

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