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Gemeinderat

12.10.2019

Kosten für Feuerwehrfahrzeug steigen

Die Entscheidung für den Kauf will Rehlings Bürgermeister auch als Wertschätzung für die Arbeit der Floriansjünger verstanden wissen. Für Baugebiet wird ein Energiekonzept ohne fossile Brennstoffe gesucht

Applaus aus den Reihen der Zuschauer bei einer Sitzung des Gemeinderats – so was kommt wahrlich nicht alle Tage vor. Am Donnerstag war in Rehling kurz Beifall zu hören, nachdem der Kauf eines Logistikfahrzeuges GW-1 für die Feuerwehr beschlossen worden war. Es waren gut zwei Dutzend Zuhörer erschienen, sodass die Sitzgelegenheiten kaum ausreichten.

Mit Gesamtkosten von 110000 Euro für das Fahrgestell, den Aufbau und die Beladung war man im Vorfeld ausgegangen. Diese Kalkulation stufte Bürgermeister Alfred Rappel als „blauäugig“ ein. Nun ergab sich aber eine Summe von 142000 Euro. Sollte man angesichts dieser markanten Steigerung die Ausschreibung aufheben oder gar den Kauf des Fahrzeugs streichen? Beide Alternativen standen nicht zur Debatte. Vielmehr brachte Rappel die allgemeine Ansicht so zum Ausdruck: „Es macht Sinn, für die Feuerwehr ein Logistikfahrzeug zu beschaffen.“ Nun hofft man darauf, dass der Feuerwehrverein zu einer Reduzierung der Kosten seinen Beitrag leistet, indem er seinen Zuschuss erhöht; bislang war von 5000 Euro die Rede, möglicherweise verdoppelt sich der Betrag. Rappel erinnerte daran, dass die beiden Kommandanten viel Zeit in die Besichtigung von Fahrzeugen investierten. Die effektive Belastung für die Gemeindekasse wird sich nach Abzug der Zuschüsse vom Freistaat und vom Landkreis auf 75000 bis 80000 Euro belaufen. Die Runde stimmte zu, wobei Silvia Huber und Hubert Limmer entschuldigt fehlten. Der Bürgermeister wollte dieses Ja als Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehr verstanden wissen.

Einen kleinen Beitrag für die Umwelt will auch die Gemeinde Rehling leisten. Das soll beim Bebauungsplan Nr. 28 „Lange Wand – Hambergstraße“ geschehen. Die LEW AG Verteilnetz wird ein Angebot über eine Machbarkeitsstudie abgeben, die voraussichtlich 3000 Euro kosten wird. Ulrich Haselbeck hatte zuvor in seinem Vortrag die Pläne seines Hauses erläutert, das bis zum Jahr 2050 den CO2-Verbrauch um 80 Prozent reduzieren will. Er sprach ein Beispiel aus Friedberg an, dort wurde ein Energiekonzept ohne fossile Brennstoffe umgesetzt, sodass sich die Einsparung an CO2 im Jahr auf über 500 Tonnen belaufe. Zu einer ähnlichen Lösung könnte es auch in Rehling kommen. Rappel fasste die Debatte so zusammen: „Ein System, mit dem man sich näher auseinandersetzen sollte.“ Eine Woche zuvor hatte die Partei Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Aindling (inklusive Rehling) in einem offenen Brief die Gemeinde Rehling dazu aufgefordert, „heute schon alles technisch Mögliche in Sachen Energieeffizienz im Rahmen des Bebauungsplanes Nr. 28 umzusetzen“. In der Sitzung am Donnerstag wurde dieses Schreiben nicht erwähnt.

Die Gemeinde Rehling will am „Marktplatz der Generationen“ teilnehmen. Es ist vorgesehen, dass im Dezember die Entscheidung über die Bewerber fällt. Bürgermeister Rappel nahm mit Vertreterin Ingeborg Gulden an einer Information in Nürnberg teil. Ein Fahrdienst, ein Markt oder Treffpunkte gelten als interessante Handlungsfelder. Sollte Rehling den Zuschlag erhalten, wird das nicht allein ein Thema für den Gemeinderat, sondern auch für die Bürgerschaft werden, die über Arbeitskreise mitmachen kann.

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