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Bauausschuss

23.07.2011

Kreis macht Tempo beim Straßenbau

Heuer und auch im nächsten Jahr gibt es Arbeit auf den Kreisstraßen im Wittelsbacher Land für Bauarbeiter und Asphaltfertiger.
Bild: Foto: Archiv

2012 sollen AIC5 von Walchshofen bis zur Kreisgrenze und Kreisel bei Radersdorf in Angriff genommen werden. Ausbau zwischen Aindling und Todtenweis schon ab September

Aichach-Friedberg Auch wenn beim Ausbau der Kreisstraße AIC1 zwischen Inchenhofen und Pöttmes nach einer Kostenexplosion auf 3,5 Millionen Euro Sand im Getriebe ist (wir berichteten) – der Landkreis macht weiter Tempo bei der Instandsetzung seines rund 200 Kilometer langen Straßennetzes: Der Ausbau der AIC2 zwischen Aichach-Untergriesbach und Schiltberg wird in den nächsten Wochen fertig. Der Kreistag diskutiert nächste Woche, ob der begleitende Radweg von Untergriesbach bis Allenberg vorgezogen und bereits nächstes Jahr in Angriff genommen wird und eine Lücke im Netz schließt. Der Bauausschuss des Kreistags hat diese Woche zudem mehrere Projekte beschlossen – so soll die AIC5 von Aichach-Walchshofen bis zur Landkreisgrenze bei Unterbernbach (Markt Kühbach) im nächsten Jahr an die Reihe kommen.

Walchshofen – Radersdorf Der erste Teilabschnitt der Kreisstraße AIC5 zwischen dem Kreisverkehr mit der AIC1 bei Walchshofen bis zur Ortsmitte des Aichacher Stadtteils ist ja schon seit zwei Jahren fertig. Wenn die Zuschüsse der Regierung fließen, dann könnten das Stück von Walchshofen bis zur Landkreisgrenze nördlich von Kühbach-Unterbernbach und der neue Kreisel bei Radersdorf nächstes Jahr folgen. Insgesamt kostet das laut Schätzung 1,75 Millionen Euro. Der Ausbau von Radersdorf in Richtung Norden ist bereits beschlossen, diese Woche stimmte der Bauausschuss auch dem Abschnitt von Walchshofen bis zum neuen Kreisel an der Kreuzung mit der Kreisstraße AIC7 (Inchenhofen – Kühbach) zu. Vorgesehen ist eine Oberbauverstärkung ohne Verbreiterung. Im Finanzplan sind dafür rund 700000 Euro angesetzt. Das gesamte Projekt könnte in zwei Bauabschnitten ab dem nächsten Jahr durchgezogen werden, hofft die Tiefbauabteilung im Landratsamt.

Die Holzlaster nutzen Kühbacher Umgehung

Kreis macht Tempo beim Straßenbau

Der Verkehr auf der Strecke von Walchshofen bis Radersdorf habe abgenommen und werde weiter zurückgehen, hieß es in der Sitzung. Hintergrund: Ein Großteil des Schwerverkehrs zum Sägewerk Heggenstaller in Unterbernbach nimmt mittlerweile den Weg von der Bundesstraße B300 über die Kühbacher Westumgehung. Für den Kühbacher Bürgermeister Hans Lotterschmid ist deshalb die Aufstufung dieser Ortsstraße zur Kreisstraße nicht nur logisch, sondern auch überfällig. Schließlich binde die Umgehung die B300 an das Kreisstraßennetz an. Bislang sei die Kommune mit dem Aufstufungsantrag beim Kreis aber auf taube Ohren gestoßen, so Lotterschmid. Der neue Kreisel bei Radersdorf hat einen Durchmesser von 40 Meter, damit die Langholz-Laster problemlos durchkommen. Zwischen Walchshofen und Kreisgrenze werden dann insgesamt rund sechs Kilometer Kreisstraße instand gesetzt – die Ortsdurchfahrt von Unterbernbach (900 Meter) wird übrigens nicht ausgebaut.

Aindling – TodtenweisEnde August, Anfang September saniert der Kreis das fehlende Stück der Kreisstraße AIC8 zwischen Aindling und Todtenweis. Zeitgleich beginnt die Kommune auch mit dem Bau des neuen Kreisverkehrs im Todtenweiser Ortsteil Sand. Die Gemeinde ist eigentlich nicht für den Kreisel zuständig. Baut aber, um die unfallträchtige Kreuzung der Kreisstraße mit der Staatsstraße 2381 zu entschärfen, und rechnet mit Zuschüssen von bis zu 80 Prozent. Der Bauausschuss des Kreistags vergab jetzt die Deckenverstärkung von 1,3 Kilometer zwischen den Lechraingemeinden für rund 56000 Euro. Nach der Freigabe der Aindlinger Ortsdurchfahrt vor einigen Wochen ist dann diese Kreisstraße durchgehend bis zu Grenze am Lechübergang bei Langweid fertig.

Ortsdurchfahrt Eresried Schon seit fünf Jahren steht die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Eresried (Gemeinde Steindorf) im südlichsten Landkreiszipfel auf der Tagesordnung. Immer wieder gab es Verzögerungen. Die Planungen für einen Kreisel am westlichen Ortseingang der AIC18 zerschlugen sich, weil die Grundstücksverhandlungen scheiterten. Drei Jahre lang wurde das Projekt geschoben, im vergangenen Jahr strich die Regierung den Ausbau von der Förderliste. Nach der Sommerpause soll es aber endlich losgehen – und zwar mit der Erneuerung von Kanal- und Wasserleitungen. Dafür ist die Kommune zuständig. Im Frühjahr könnte dann der Straßenbau (600 Meter) beginnen. Der Bauausschuss des Landkreises hat jetzt den Auftrag für rund 550000 Euro dazu an das Unternehmen Klaus-Bau vergeben. Die Firma soll auch den Bau von Abwasser- und Wasserleitungen ausführen, damit das Projekt möglichst reibungslos durchgezogen werden kann.

Kreisgut: Ein Parkplatz weicht für alte Eiche

Kreisgut Die Planung für die Außenanlagen des Aichacher Kreisguts werden verändert. Um eine alte „aber sehr vitale Eiche“ (Landschaftsarchitekt Uli Möhrle) zu erhalten, fällt ein Parkplatz westlich des Gebäudes weg. Für zwei rund 50 Jahre Apfelbäume wollten die Kreisräte aber nicht zwei weitere Parkbuchten „opfern“. Das fand Doris Gerlach (Grüne) „schade“: „Das Kreisgut ist doch ein Stück Heimat für Aichach.“ Landrat Christian Knauer sicherte aber zu, im verkehrsfreien Hof im Osten des Kreisguts Ausgleich zu schaffen. Da würden einheimische Obstbäume sehr gut hinpassen und es gebe keinen Ärger, wenn ein Apfel auf eine Motorhaube falle, so Knauer.

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