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Marktentwicklungsausschuss

11.12.2019

Krippenanbau kostet knapp zwei Millionen Euro

An den Kindergarten Spatzennest (Mitte und rechts) in Pöttmes soll eine Kinderkrippe (links) angebaut werden. Im Sommer präsentierten Architektin Claudia Schwalm und ihr Mann Helmut das Modell im Gemeinderat.
Bild: N. Simüller, Modell: C. Schwalm

Kosten für die Erweiterung am Kindergarten Spatzennest in Pöttmes stehen nun fest. Darin ist die geplante Photovoltaikanlage noch nicht enthalten. Sie ist nicht die einzige technische Erneuerung

Drei Krippengruppen sollen in Pöttmes in einem Anbau am Kindergarten Spatzennest Platz finden. Im Marktentwicklungsausschuss des Marktgemeinderates ging es um einige Detailfragen der Planung. Erstmals lag jetzt eine Kostenberechnung vor, wie Peter Fesenmeir aus der Bauverwaltung auf Anfrage berichtet. Veranschlagt sind für den dreigruppigen Anbau inklusive Planungen 1,97 Millionen Euro, allerdings ohne zusätzliche Wünsche aus dem Gemeinderat.

An der Planung an sich, die der Gemeinderat bereits abgesegnet hat, hat sich nichts geändert. Die Krippe wird an den Kindergarten Spatzennest mit gleicher Firsthöhe angebaut. Sie wird in Massivbauweise errichtet und erhält ein Satteldach und Kunststofffenster, wie sie der Kindergarten bereits hat. Alle Aufenthaltsräume bekommen Akustikdecken. Als Verbindung zwischen Kindergarten und Krippe wird der Mehrzweckraum des Kindergartens zum gemeinsamen Speiseraum umgebaut. Die Krippengruppen bekommen eigene Bereiche im Garten.

Beheizt werden sollen die Krippe und der Kindergarten künftig mit einer Grundwasserwärmepumpe. Für diese Art der Heizung sprechen laut Fesenmeir Platzgründe und die niedrigen Betriebskosten. Im Kinderhaus Klapperstorch gibt es eine solche Grundwasserwärmepumpe bereits. Fesenmeir: „Sie läuft top.“ Die Ölheizung, die bisher im Kindergarten für Wärme sorgt, würde für beide Gebäude nicht ausreichen und hat das Ende ihrer durchschnittlichen Lebensdauer erreicht. Im Ausschuss ging es um technische Details. Nachdem der Marktgemeinderat die Grundwasserwärmepumpe beschlossen hat, bestätigte der Ausschuss diese Entscheidung.

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Noch nicht in den genannten Kosten enthalten ist die Photovoltaikanlage, die auf Anregung von Alwin Wagner (CWG) auf dem Dach montiert wird. Im Ausschuss war die Frage nun nicht, ob eine solche Anlage angeschafft wird, sondern in welcher Größe. Besprochen wurden Anlagen mit einer Leistung von 30, 23 und knapp 13 Kilowatt Peak.

Der Ausschuss entschied sich einstimmig für die kleinste Variante mit knapp 13 Kilowatt Peak für rund 18000 Euro. Ebenso einig war sich der Ausschuss beim Beleuchtungskonzept. In den Gruppenräumen werden jeweils vier bis fünf kugelförmige Lampen montiert, in den anderen Räumen Anbaudeckenleuchten – alle in LED-Technik.

Baubeginn soll, wie berichtet, im April sein, in Betrieb gehen könnte die Krippe im September 2021.

des Kaschenbauerhauses Thema war in der Sitzung auch das Kaschenbauer-Anwesen. Bekanntlich gab es Pläne, dort ein Heimatmuseum einzurichten. Ein Gutachten über das marode Gebäude machte diese allerdings 2016 zunichte. Weil die Gemeinde für die Absturzsicherung zuständig ist, hat sich ein Statiker das Haus angesehen. Ergebnis: Es ist in schlechtem Zustand. Viele Holzteile, vor allem an Dachstuhl und Decke, sind verfault oder vom Holzwurm befallen. Bevor eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt, soll nun auf Anregung aus dem Ausschuss erst mit den Grundstückseigentümern gesprochen werden. Mit diesen hat die Marktgemeinde einen Erbbaurechtsvertrag, der bis ins Jahr 2056 läuft. (mit nsi)

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