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Inchenhofen

09.04.2015

Krippenkinder sollen mehr Betreuer bekommen

Die Krippenkinder im Kinderhaus St. Leonhard in Inchenhofen sollen mehr Betreuer erhalten. Das beschloss nun der Gemeinderat. Im Kindergarten ändert sich am Personalschlüssel nichts.
Bild: Archivfoto: Sandra Schweizer

Für die Krippe im Kinderhaus St. Leonhard wird der Personalschlüssel geändert. Im Kindergarten bleibt aus bestimmten Gründen alles beim Alten.

Inchenhofen Flexibler auf die Kinder eingehen können wollen die Erzieherinnen im Kinderhaus St. Leonhard in Inchenhofen. Sie stellten deshalb einen Antrag bei der Gemeinde auf Erhöhung des Anstellungsschlüssels für die Krippe und den Kindergarten. Zumindest teilweise stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag einer Erhöhung zu.

Bevor das eigentliche Thema behandelt werden konnte, stand jedoch eine andere Entscheidung im Raum. Klaus Strobel hatte den Antrag gestellt, das Thema im nicht öffentlichen Teil zu behandeln. Das lehnten die Gemeinderäte mit 11:4 Stimmen ab.

Derzeit besuchen 75 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen zu je 25, den Kindergarten. 17 Kleinkinder werden in der Krippe von vier pädagogischen Fachkräften betreut. Momentan ist der Schlüssel im Kindergarten eins zu zehn. Das bedeutet, dass auf je zehn Kinder eine Erzieherin kommt.

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In der Krippe zählt jedes Kind doppelt für die Berechnung 

Laut Antrag sollte der Schlüssel auf eins zu neun erhöht werden. Hans Schweizer hatte Bedenken, ob das sinnvoll wäre. Laut Auskunft der Diözese Augsburg gebe es keine Zuschüsse mehr für Investitionen, wenn der Schlüssel eins zu zehn unterschritten würde, informierte er den Gemeinderat.

Ganz anders sieht es dagegen bei der Krippe aus. Dort gibt es keine Vorgaben, wie das Verhältnis zwischen Kindern und Fachpersonal aussehen soll. Momentan sei der Schlüssel bei eins zu acht, teilte Sonja Krucker-Seitz, die Leiterin des Kinderhauses, dem Gemeinderat mit.

Sie „übersetzte“ den Gemeinderäten die Erklärung der Schlüssel. Während im Kindergarten jedes Kind einfach zähle, würde es in der Krippe doppelt gerechnet, erklärte die Leiterin. Bei der Krippe wird momentan also eine Fachkraft für insgesamt vier Kinder gerechnet.

Beim Kindergarten soll alles beim Alten bleiben

Dem beantragten Schlüssel von eins zu sieben für die Krippe, bei dem eine Pädagogin für 3,5 Kinder gerechnet wird, stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Beim Kindergarten solle alles beim Alten bleiben, beschloss das Gremium. „Damit kommen wir gut zurecht“, sagte die Leiterin des Kinderhauses im Gespräch mit unserer Zeitung.

Außerdem stimmte der Gemeinderat einer Erhöhung der kinderbezogenen Förderung nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz (BayKiBiG) zu. Im Rahmen dieses BayKiBiG erhöht der Freistaat Bayern den kommunalen Förderanteil in Höhe des staatlichen Qualitätsbonus von 53,69 Euro pro Kind und Jahr. Vorausgesetzt, dass die Gemeinde den gleichen Anteil an die Einrichtungen zahlt und die Mittel für eine Verbesserung der Qualitätsstandards eingesetzt werden.

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