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Kügle: Rücktritt ist die richtige Entscheidung

Kommentar Von Claudia Bammer
21.12.2020

Der Corona-Skeptiker Patrick Kügle, ehemaliges FDP-Mitglied, gehört dem Aichacher Stadtrat nicht mehr an. Warum sein Rücktritt konsequent ist.

Patrick Kügle ist nicht mehr Mitglied des Aichacher Stadtrats. Nach zwei Jahren in dem Gremium zieht er einen Schlussstrich. Das ist nach den Ereignissen der vergangenen Monate die richtige Entscheidung.

Damit es keine Missverständnisse gibt: Er muss als Stadtrat seine eigene Meinung haben und auch vertreten - ob es um Corona-Maßnahmen oder um anderes geht. Die Art und Weise steht auf einem anderen Blatt. Eine gewisse Sprunghaftigkeit kann er nicht leugnen: Bürgermeisterkandidatur - und dann doch nicht, Aufruf zur Corona-Demo - und dann das Zurückrudern, Rücktritt - aber nicht gleich. Kügle hat polarisiert und mit seinem Agieren im Internet und im Zusammenhang mit den Corona-Protesten mindestens irritiert. Dass sich die Kreis-FDP deutlich von ihm distanziert hat, ist ein deutliches Zeichen dafür.

Ein gewählter Stadtrat hat die Pflicht, sein Mandat im Sinne seiner Wähler und der Stadt nach bestem Wissen und Gewissen wahrzunehmen. Den Stadtrat zum Adressaten von Protesten gegen staatliche Maßnahmen zu machen, ist da fehl am Platz. Als Kügle die Oktobersitzung des Stadtrats nach dem Rauswurf der protestierenden Eltern verließ, war das eine Pflichtverletzung und eine Missachtung des Gremiums. Als Fehler hat er das nicht erkannt und sein Engagement gegen die Corona-Maßnahmen über die Stadtratsarbeit gestellt. Zu gehen ist insofern der richtige Schluss und konsequent.

Lesen Sie dazu auch unsere Berichte:

Patrick Kügle ist kein Stadtrat mehr

Stadtrat: Auf Kügle folgt Kern

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