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Aichach

22.04.2017

Kunstverein kann im SanDepot ausstellen

Sechs Skulpturen hat Aichach durch die Schenkung von Hannes Meisinger bekommen. Seit Oktober vorigen Jahres sind sie nun für jedermann zugänglich im Stadtgebiet zu sehen, wie zum Beispiel dieses Element aus Stahl von Frank Jörg Haberland vor dem Köglturm
Bild: Vicky Jeanty

Lange war unklar, ob der Aichacher Kunstverein die Ausstellungsfläche im SanDepot nutzen kann. Nun steht fest, dass es klappt.

Ein tonnenschweres Geschenk beschäftigte den Kunstverein Aichach im vergangenen Jahr. Die sechs Metallfiguren, die Hannes Meisinger dem Verein überlassen hatte, mussten abtransportiert und aufgestellt werden. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag berichtete Vorsitzender Jakob Steinberger den rund 30 Anwesenden von der Aktion. Wie schon lange angekündigt, kandidierte er nicht mehr als Vorsitzender. Werner Plöckl führt jetzt den Kunstverein mit seinen rund 200 Mitgliedern.

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Über die Schenkung von Hannes Meisinger hatten sich die Verantwortlichen des Kunstvereins vor rund zwei Jahren sehr gefreut. Sechs Skulpturen, die während eines Bildhauersymposiums in den 1990er-Jahren entstanden waren, hatte der Aichacher dem Kunstverein überlassen. Sein Wunsch: Sie sollten für jedermann zugänglich im Stadtgebiet stehen (wir berichteten). Die Umsetzung war jedoch nicht so einfach, wie gedacht. Die Befürchtung, dass der Kunstverein den Abtransport von der grünen Wiese im Ecknacher Industriegebiet auf eigene Faust organisieren müsste, traf nicht ein. Steinberger dazu: „Am letzten Tag des Ultimatums von Meisinger ging alles über die Bühne.“

Mit einem großen Fest im SanDepot feierte der Verein zusammen mit den Künstlern den erfolgreichen Abschluss der Aktion. Der Vorsitzende stolz: „Wir beherbergen in Aichach einen Schatz, der seinesgleichen sucht.“ Wahrscheinlich gebe es keine andere Kommune, die in dieser Geschwindigkeit zu einem Ensemble von Skulpturen gekommen sei, so Steinberger.

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Nach vier Jahren an der Spitze des Kunstvereins tritt er in die zweite Reihe zurück. Er gehe auf die 80 zu und wolle einen Übergang schaffen, erklärte er den Hintergrund seiner Entscheidung. Zusammen mit Christina Bego, die seit Kurzem Mitglied im Kunstverein ist, unterstützt er den neu gewählten Vorsitzenden als Stellvertreter.

Der Vorstand erarbeitete ein Strukturmodell, um die vielfältigen Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen. Der Vorsitzende hält den Kontakt zu Bürgermeister, Mitgliedern und Künstlern und tritt als Repräsentant des Vereins auf. Die beiden Stellvertreter teilen sich die Arbeit, zu der die Organisation des Kunstpreises, die Ausschreibung der Ausstellungen und die Mitgliederverwaltung gehören. Auch die Atelierbesuche, die der Verein wieder aufgreifen will, werden von den Stellvertretern koordiniert.

Die konkrete Organisation der Ausstellungen liegt bei den vier Beiräten (Turid Schuszter, Maria Breuer, Irene Rung und Rüdiger Lange). Unterstützt werden sie von den Mitgliedern der verschiedenen Ausschüsse, die sich schwerpunktmäßig um Aufbau und Technik, Vernissage und Finissage, Jury, Öffentlichkeitsarbeit und Ausstellungen kümmern. Einige schlaflose Nächte hatte der Vorstand wegen der Nutzung des SanDepots. Es war lange nicht klar gewesen, ob der Verein dort heuer wieder Ausstellungen organisieren kann. Ganz aktuell konnte der neue Vorsitzende Plöckl auf der Versammlung mitteilen, dass die Stadt einer Nutzung mit gewissen Einschränkungen zugestimmt habe.

Mit Edith Held, die unter dem Titel „Neue Welt“ ein Fotoprojekt im SanDepot zeigen wird, habe man etwas Besonderes gefunden, freute sich Steinberger. Rund um die Ausstellung organisiert der Kunstverein zusammen mit Amnesty International und dem Aichacher Volkstheater ein Rahmenprogramm. Als zweite große Ausstellung ist die von Rüdiger Lange aus München geplant.

Termin Für die Fahrt des Aichacher Kunstvereins zur Biennale in Venedig vom Freitag, 29. September, bis Montag, 2. Oktober, sucht der Aichacher Kunstverein noch Teilnehmer. Auch Nichtmitglieder können sich für die Fahrt anmelden.

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