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Aichach

28.09.2019

Landesausstellung 2020: Burgplatz soll Erlebnis-Ort werden

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Die Treppe zum Burgplatz in Oberwittelsbach nach Unterwittelsbach soll teils rückgebaut werden.

In Oberwittelsbach soll an der Burgkirche ein Infopfad mit sieben Stationen entstehen. Der kürzeste Weg nach Unterwittelsbach kann aber wohl nicht erhalten bleiben.

Eine ganze Reihe von Unterwittelsbachern hatte ein Tagesordnungspunkt in die Stadtratssitzung in Aichach gelockt: die Neugestaltung des Burgplatzes in Oberwittelsbach. Nachdem die Burgkirche, die derzeit generalsaniert wird, nicht für die Landesausstellung 2020 zur Verfügung steht, soll zumindest der Burgplatz als „Wittelsbacher Erlebnisort“ eine Anlaufstelle für die Besucher sein.

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Was dort alles geschehen soll, hatte Bauamtsleiterin Carola Küspert bereits im Bauausschuss ausführlich geschildert (wir berichteten): Unter anderem soll dort ein Infoweg mit sieben Stationen entstehen und ein bestehender Fußweg zum Sisi-Schloss in Unterwittelsbach ausgebaut werden. Die kürzeste Verbindung zum Sisi-Schloss führt allerdings über eine Treppe, die teilweise rückgebaut werden soll. Dieter Heilgemeir (CSU), Stadtrat aus Oberwittelsbach, hatte bereits im Bauausschuss angefragt, ob es keinen Weg gibt, die Treppe zu erhalten. Das haben zwischenzeitlich auch Unterwittelsbacher, die nun auch im Zuhörerraum saßen, gefordert. Im Stadtrat war die Treppe nun noch einmal Thema.

Der Burgplatz in Oberwittelsbach soll zur Landesausstellung neu gestaltet werden. Geplant ist unter anderem ein Infopfad mit sieben Stationen.

Die Treppe zum Sisi-Schloss kann wohl nicht erhalten werden

Heilgemeir schlug vor, den ausgebauten Fußweg deutlich als Weg nach Unterwittelsbach zu beschildern und die Treppe aus historischen Gründen zu belassen, versehen mit dem Hinweis „Benutzung auf eigene Gefahr“. Georg Robert Jung (Freie Wählergemeinschaft) regte an, vor der Treppe auf städtischem Grund ein „Gesperrt“-Schild aufzustellen. Erich Echter (Christliche Wählergemeinschaft) war der Meinung, die Treppe gebe es schon so lang wie die Burgkirche. „Da war schon der König da. Da ist noch nie einer runtergefallen“, sagte er.

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Carola Küspert wollte da keine Hoffnung machen. Die Stadt habe das nicht in der Hand, erläuterte sie. Die Treppe liegt auf Grund der Diözese Augsburg. Diese müsse entscheiden, so die Bauamtsleiterin. Bei einer Begehung des Burgplatzes mit einem Vertreter des Gemeindeunfallversicherungsverbands habe sich dieser allerdings zu der Treppe geäußert. „Wie die Diözese damit umgeht, steht nicht in unserer Entscheidungsgewalt“, sagte Küspert. Bürgermeister Klaus Habermann sagte zu, mit der Diözese über die Treppe zu sprechen.

Nicht nur den Rückbau der Treppe, auch die Sperrung des Burgplatzes für Fahrzeuge sprach Jung an. Bisher parkten die Kirchgänger auf dem Platz, künftig sollen nur Gehbehinderte mit einem Euroschlüssel Zufahrt haben. Er regte an, den Platz nach der Landesausstellung wieder freizugeben.

Lothar Bahn (FWG) war wichtig, dass das Geld nicht nur für die Landesausstellung investiert wird. Er ging davon aus, dass insgesamt rund 1,5 Millionen Euro dafür aufgebracht werden, für den Burgplatz sind 337000 Euro veranschlagt.

Habermann sah das Geld gut angelegt. Schließlich sei Oberwittelsbach die Keimzelle der Wittelsbacher. Das Projekt werde mit 80000 Euro gefördert, die Kosten seien grobe Schätzungen, die Maßnahmen als solche im Bauausschuss unstrittig gewesen. Unterstützung bekam er von Heilgemeir: Bei der ursprünglichen Planung im Jahr 2001 sei von 680000 Euro Kosten die Rede gewesen. Ihm war wichtig, noch einmal zu betonen, dass der Burgplatz ein beschaulicher Ort bleibt, dass die Marienstatue am Burgplatz einen Platz hat und dass dort eine Bank aufgestellt wird.

Wegen der Burgplatzsperrung wiederholte Heilgemeir seine Bitte, zusätzliche Parkmöglichkeiten an der Zufahrt zu prüfen. Ansonsten stellte er dazu fest: „Wenn mir der Gottesdienst das nicht wert ist, 50 bis 80 Meter zu gehen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.“

Die Zustimmung des Stadtrats zu den geplanten Maßnahmen war einstimmig.

Lesen Sie dazu den Artikel: Landesausstellung 2020: Warum am "Feuerhaus“ schon gearbeitet wird

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