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Kommunalwahl

10.03.2020

Landratskandidat der Grünen hätte Gelbe Tonne nicht eingeführt

Stefan Lindauer ist Landratskandidat der Grünen.
Bild: Wolfgang Kauer

Plus Stefan Lindauer ist mit 23 Jahren der jüngste Landratskandidat in der Geschichte des Wittelsbacher Landes. Der Grüne setzt Schwerpunkte beim Umwelt- und Klimaschutz.

Er ist der mit Abstand jüngste Kandidat, der jemals bei einer Landratswahl im Wittelsbacher Land angetreten ist und mit 23 Jahren auch einer der jüngsten Bewerber um ein solches Amt bei den Kommunalwahlen in ganz Bayern. Stefan Lindauer ist von den Grünen nominiert worden und lebt seit 2017 im Wittelsbacher Land. Der Todtenweiser hat sehr schnell Verantwortung in seiner Partei übernommen. Er ist Kreissprecher und steht auf der Kreistagsliste auf Platz zwei.

Am Wittelsbacher Land mag ich besonders …

Stefan Lindauer: … unsere geschichtsträchtige Vergangenheit mit all den Bauten, die wir heute noch bewundern können, unsere wundervolle Naturlandschaft an Lech und Paar sowie die Herzlichkeit und Vielfalt der Menschen im Wittelsbacher Land.

Mit mir als Landrat ist der Landkreis Aichach-Friedberg in sechs Jahren …

Lindauer: … ökologisch und ökonomisch ein gutes Stück vorangekommen, durch den Ausbau des ÖPNV inklusive 365-Euro-Ticket, sowie konsequenter Umsetzung der Öko-Modellregion und einem Ansiedlungspakt mit den Kommunen für die Ansiedlung innovativer nachhaltiger Firmen im Landkreis.

Die drei wichtigsten Themen, die ich nach meiner Wahl als Landrat angehen will, sind …

Lindauer: 1. Die Menschen im Kreis, ob jung oder alt, mehr in politische Denkprozesse mit einzubeziehen sowie die nötige Transparenz schaffen. Demokratie klappt gemeinsam.
2. Klima- und Umweltschutz in den Mittelpunkt unserer politischen Entscheidungen bringen. Welche Auswirkungen hat unser Handeln und Tun auf unsere Umwelt?
3. Eine klare Ausrichtung der Gesundheitsregion Plus sowie unserer ärztlichen und pflegerischen Versorgung im Landkreis und dabei die Würde und Selbstbestimmung der Menschen hochhalten.

Grünen-Landratskandidat Stefan Lindauer stellt sich vor
Video: Sebastian Richly

An meinen drei Gegenkandidaten schätze ich …

Lindauer: An Zweien schätze ich ihre demokratische Grundhaltung und ihren Willen ebenfalls für das Wohl aller im Landkreis Aichach-Friedberg lebenden Menschen, egal welcher Herkunft und Religion, zu arbeiten.

Die Mieten und Baulandpreise sind schon stark gestiegen. Das Wittelsbacher Land ist Zuzugsgebiet. Was kann der Landkreis tun, damit mehr Wohnraum entsteht und bezahlbar bleibt?

Lindauer: Stärkung der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises zum Bau von bezahlbarem Wohnraum. Thematisierung der Nachverdichtung und des nachhaltigen kostensparenden Bauens mit den Kommunen z.B. bei Bürgermeisterdienstversammlungen.

Wenn ich eine Entscheidung des Kreistags der vergangenen sechs Jahre rückgängig machen könnte, wäre das …

Lindauer: … die Einführung der gelben Tonne, denn durch sie wird die Müllproblematik nur verschleiert. Sie trägt in keiner Weise zu einem kritischen Umgang mit Verpackungsmüll bei, sondern ist nur Futter für die Müllverbrennung und somit ein Beitrag zur Ressourcenverschwendung und Luftverschmutzung.


Die weiterführenden Schulen des Landkreises sind …

Lindauer: … eine unserer großen Stärken. Hier haben wir Grüne durch unsere, nun umgesetzte, Forderung nach einem Gymnasium in Mering beigetragen. Sanierungen bzw. Modernisierungen sind kontinuierlich fortzusetzen. Im Förderbereich werden wir uns für eine enge Zusammenarbeit mit den Regelschulen und fließende Übergänge stark machen, so wie es in allen Schultypen wünschenswert ist.

Gegen die Klimakrise werde ich konkret vor Ort …

Lindauer: … alle Maßnahmen, Bauten, Verträge etc. auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz prüfen lassen und Alternativen einbringen. Dies beginnt beim Bau mit Holz, über nachhaltiges plastikarmes Beschaffungswesen bis zum Öko-Essen in Kreiseinrichtungen. Als Landkreis müssen wir in Sachen Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Selbstverständlich müssen wir vor Ort ebenfalls die Verkehrs- sowie Energiewende vorantreiben, um den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Außerdem ist mir die Schaffung eines Biotopverbunds auf mindestens zehn Prozent der Landkreisfläche besonders wichtig, um dem Insekten- und Artensterben entgegenzuwirken.


Wenn das Klinikdefizit weiter wie 2019 bei 9,5 Millionen Euro bleibt, dann …

Lindauer: … ist der Konsolidierungsplan nicht aufgegangen – wovon ich aber nicht ausgehe. Der Erhalt der beiden Klinikstandorte ist für mich eine Hauptaufgabe. In Zusammenarbeit mit allen Beteiligten (ÄrztInnen, PflegerInnen, HausärztInnen & PatientInnen) kann dies gelingen. Die Bundespolitik muss hierbei auch endlich ihren Beitrag leisten und die kommunalen Krankenhäuser angemessen berücksichtigen.

Lesen Sie dazu auch: AfD-Landratskandidat zur Klimakrise: „Es gibt sie nicht“

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10.03.2020

"Lindauer: … die Einführung der gelben Tonne, denn durch sie wird die Müllproblematik nur verschleiert. Sie trägt in keiner Weise zu einem kritischen Umgang mit Verpackungsmüll bei, sondern ist nur Futter für die Müllverbrennung und somit ein Beitrag zur Ressourcenverschwendung und Luftverschmutzung."
Futter für Müllverbrennung ???
Warum habe ich dann denn Müll für "Gelbe Tonne" am Wertstoffhof abgegeben ???
Wurden wir alle angelogen ???
Das ist kein Wertstoff und wird verbrennt ???
Tausende von Autos sind unterwegs gewesen und das war keine "Ressourcenverschwendung und Luftverschmutzung".
Sie wissen schon, das die Industrie das abstellen soll !!
Verpackungen teils 3x so groß als was drin ist !!!
Würde den Müll um min. 30% reduzieren ???
Man macht aber immer den kleinen Bürger verantwortlich !!!
Typisch " Grüne "

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