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Verkehr

20.04.2017

Landtag: Grüne sind gegen Osttangente

Ludwig Hartmann

Fraktion unterstützt die Bürgerinitiative aus dem Landkreis im Kampf gegen das Straßenbauprojekt

Die Landtagsfraktion der Grünen hat sich mit den Sprechern des Aktionsbündnisses Keine Osttangente im Maximilianeum in München getroffen. Dabei haben Fraktionssprecher Ludwig Hartmann und der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Markus Ganserer, der Initiative laut einer Mitteilung ihre Unterstützung im Kampf gegen das Straßenbauprojekt zugesichert, das im Endausbau vom A-8-Autobahnanschluss bei Derching (Friedberg) zur B17 westlich des Lechs führen soll.

Mit dabei waren auch der Referent für Mobilität, Uwe Scheuhing, und der Referent für Umwelt- und Naturschutz, Klaus Kuhn. Das Bündnis wurde von ihren Sprechern Wolfhard von Thienen (Mering) und Stephan Kreppold (Aichach-Wilpersberg) vertreten. Die Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass die Osttangente eines der umweltschädlichsten Straßenbauprojekte im Freistaat sei. Besonderes Interesse bei der Fraktion hätten die Erläuterungen zu der kürzlich veröffentlichten Inrix-Verkehrsstudie geweckt. Sie belege, dass die Region Augsburg zu den am geringsten von Staus betroffenen Regionen Deutschlands gehöre.

Klaus Kuhn aus Augsburg machte als Kenner der Kissinger Bahngruben und der Kissinger Heide deutlich, dass die Naturschutzgebiete durch den Straßenbau deutliche Verluste erleiden würden und sogar im Bestand gefährdet seien. Dies sei besonders gravierend, da hier Arten leben, für die Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine besondere Verantwortung trage. Die Straßenbaubehörden würden Naturschutzbelange aber in der Regel bagatellisieren und Gutachter beauftragen, die in ihrem Sinne urteilten. Die Vertreter der Fraktion der Grünen betonten, dass sie das Aktionsbündnis unterstützen und Planung und Bau der Osttangente ablehnen würden. Die „vereinzelten Probleme in Kissing und Friedberg“ ließen sich nicht durch eine neue Schnellstraße lösen, sondern nur durch ein regionales Mobilitätskonzept für den Großraum Augsburg, das den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, ein gut ausgebautes Fahrradwegenetz und Schallschutzmaßnahmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen an Problemstellen vorsehe. Man vereinbarte, dass Ludwig Hartmann und Markus Ganserer bei einem Ortstermin im Juni die Öffentlichkeit auf die Problematik dieses Vorhabens erneut hinweisen sollen. (AN)

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