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03.03.2008

Lange Listen lassen Wähler leise stöhnen

Während im Wahllokal in der Schule Ecknach der Wahlsonntag ruhig begann, mussten die Wähler in der Ludwig-Steub-Schule in Aichach vor dem Mittagessen sogar anstehen. Einen ruhigen Vormittag erlebten auch die Wahlhelfer im Sulzbacher Feuerwehrhaus. Das sei eher ungewöhnlich, stellte die stellvertretende Wahlleiterin Sylvia Jakob fest.

Vier Wahlzettel galt es gestern auszufüllen. In unterschiedlich großen Formaten. Besonders die Kreistagsliste mit mehr als 400 Kandidatennamen ließ manchen Wähler leise stöhnen. "Das waren schon extrem viele Namen", sagte das Ehepaar Bitzl aus Sulzbach. Vor allem, weil ihnen viele davon unbekannt seien. Ganz anders als bei den Kandidaten für den Stadtrat. Vorbildlich hat sich der Sulzbacher Richard Hell auf die Kommunalwahl vorbereitet. Er war auf sämtlichen Wahlveranstaltungen und hat sich schon daheim Gedanken darüber gemacht, welchen Kandidaten er seine Stimmen geben wird. Dass er zur Wahl geht, ist für Hell selbstverständlich. "Sonst kann man hinterher ja nicht sagen, dass sie es anders machen sollen." Während die einen sich also schon im Voraus mit den Kandidaten beschäftigt hatten, nahmen sich manche Wähler die Zeit, die Wahlvorschläge in aller Ruhe in der Kabine zu studieren. "Wir hatten einen Wähler, der eine halbe Stunde lang in der Wahlkabine war", erzählte Franz Lochner, Wahlleiter in der Ecknacher Grundschule. Die Wahlbeteiligung selbst sei zumindest am Vormittag eher schleppend gewesen. Für den Nachmittag erwarteten sie dagegen im Wahllokal einen größeren Andrang, weshalb die Wahlhelfer sich spontan entschlossen, in einem Nebenraum zwei weitere Wahlkabinen aufzubauen.

Schlangestehen hieß es dagegen teilweise schon am Vormittag in der Steub-Grundschule. In mehreren Klassenzimmern waren Wahlkabinen aufgestellt. Trotzdem kam es immer mal wieder zu einem kurzfristigen Stau. Was auch daran lag, dass sich manche Wähler einfach Zeit ließen, um die Wahlzettel zu studieren und ihre Stimmen gezielt zu vergeben. Manche kamen dagegen so schnell wieder aus der Wahlkabine, dass die Schlussfolgerung nahelag, das Kreuz sei gleich direkt bei einer Liste gemacht worden.

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