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Schiltberg

22.02.2021

Lastwagen dürfen zwischen Ruppertszell und Birglbach weiter fahren

Für die Verbindungsstraße zwischen Ruppertszell und Birglbach wird es keine Tonnagebeschränkung für Lastwagen geben.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

Plus Anwohner aus dem Schiltberger Ortsteil Ruppertszell wollen eine Tonnagebeschränkung für die Straße. Die Nachbargemeinde Gachenbach lehnt das aber ab.

Zu schmal für Lastwagen ist die Ortsverbindungsstraße zwischen dem Schiltberger Ortsteil Ruppertszell und dem Gachenbacher Ortsteil Birglbach im Nachbarlandkreis Neuburg-Schrobenhausen. Der Meinung sind zumindest einige Anwohner aus Ruppertszell. Eine Tonnagebeschränkung wie von ihnen gewünscht, wird es aber nicht geben. Darüber informierte Bürgermeister Fabian Streit den Gemeinderat Schiltberg in seiner jüngsten Sitzung.

Die Anwohner argumentieren mit den Lastwagen, die fälschlicherweise von ihren Navigationsgeräten über diese Strecke geleitet würden. Die Straße sei aber für diese Fahrzeuge einfach zu schmal. Es habe schon einige brenzlige Situationen gegeben, wenn sich dort Lastwagen begegnet seien. Die Anwohner haben deshalb eine den Antrag für Tonnagebeschränkung für die Straße auf 7,5 Tonnen gestellt - ausgenommen landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die Gemeinde Gachenbach, auf deren Gebiet mit etwa zwei Kilometern der größere Teil der Straße verläuft, ist allerdings dagegen, wie Streit jetzt im Gemeinderat berichtete.

Landratsamt Aichach-Friedberg rät ab

Die Gachenbacher hatten das Ansinnen der Gemeinde Schiltberg mit dem Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen abgeklärt. Das riet der Gemeinde von einer Tonnagebeschränkung aus verkehrsrechtlichen Gründen ab. Der Gachenbacher Gemeinderat hat daher einstimmig beschlossen, straßenwegerechtlich nichts zu veranlassen. Ergo müssen nun auch die Schiltberger zurückrudern, welche ja im Jahr 1993 den Ausbau des damaligen Feldweges maßgeblich in die Wege geleitet hatten.

Bürgermeister Fabian Streit schlug seinen Gemeinderäten vor, zunächst eine sogenannte Topo-Box aufzustellen, um das Verkehrsaufkommen, speziell der Fahrzeuge über 7,5 Tonnen, über einen gewissen Zeitraum zu beobachten. "Die Gemeinde Gachenbach verfügt über eine Topo-Box, welche wir uns ausleihen könnten", so Streit. Im Anschluss daran soll neu über die Situation beraten werden.

Eisplatten am Flurweg

Winterdienst im Flurweg Sieben Anwohner aus dem Flurweg in Schiltberg haben bei der Gemeinde beantragt, dass der Flurweg künftig nicht nur geräumt, sondern auch gestreut wird. Erst im Oktober hatte der Gemeinderat beschlossen, Nebenstraßen nur noch zu räumen und lediglich in Fällen von Blitzeis zu streuen. Die Anwohner argumentieren mit der nördlichen Lage des Flurwegs. Wegen dieser befinde er sich großteils im Schatten, weshalb sich großflächige Eisplatten bilden würden. Da die meisten Anwohner bereits über 60 Jahre alt sind, sei das Verletzungsrisiko sehr hoch, heißt es weiter in dem Antrag.

Zweiter Bürgermeister Peter Keller sagte dazu: "Natürlich müssen wir in so einer Situation streuen. Aber man muss fairerweise dazu sagen, dass die Anwohner bisher auch nichts dazu getan haben, dass die Straße mal ausgebaut wird." Er wies auf die erschwerten Bedingungen für den Winterdienst hin, da der Flurweg nach wie vor unbefestigt ist.

Trotzdem war der Gemeinderat einstimmig der Meinung, dass die Sicherheit hier vorgehe. Der Gemeinderat beschloss, dass der Flurweg nicht regelmäßig gestreut wird. Der Bauhof soll künftig nach der Wetterlage entscheiden, ob Streuen nötig ist oder nicht.

Vorerst keine Satzung zur Bauordnung

Keine Satzung zu Abstandsregelungen Seit dem 1. Februar ist die Novelle der Bayerischen Bauordnung in Kraft mit großen Änderungen im Hinblick auf das Abstandsflächenrecht. Wie Bürgermeister Streit berichtete, nehmen nun viele Gemeinden von den Regelungen Abstand und machen ihre eigenen Satzungen. "Ich würde vorschlagen, dass wir uns erst einmal beraten lassen, bevor wir hier was entscheiden", so Streit. Auch die Räte waren der Auffassung, aktuell keine eigene Satzung aufstellen zu lassen.

Mehrfamilienhaus in Rapperzell Ein Gebäude an der Bergstraße in Rapperzell wollte ein Bauwerber sanieren und in ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen umbauen. Weil es vor allem wegen der nötigen Stellplätze Unklarheiten gab, traf sich der Gemeinderat dort zunächst zu einem Ortstermin. Im Gemeinderat berichtete Bürgermeister Fabian Streit nun, dass der Bauherr seinen Plan auf ein Mehrfamilienhaus mit lediglich drei Wohneinheiten geändert hat. Vermutlich nicht zuletzt, weil ab vier Wohneinheiten nicht nur mehr Stellplätze, sondern auch ein Spielplatz zu errichten sind. Mit der geänderten Variante konnten sich auch die Gemeinderäte abfinden und stimmten mehrheitlich für das Bauvorhaben.

Weitere Bauanträge Ein weiteres Haus soll im neuen Schiltberger Baugebiet "Am Bach" entstehen. Da alle Vorgaben des Bebauungsplanes eingehalten worden waren, wurde der Antrag im Genehmigungsfreistellungsverfahren behandelt. Darüber wurde der Gemeinderat informiert. Abgesegnet hat der Rat einen Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Garage in Rapperzell an der Wöresbacher Straße. Zu guter Letzt soll in Schiltberg an der Oberen Ortsstraße eine landwirtschaftliche Unterstellhalle für landwirtschaftliche Geräte entstehen. Auch hier hatten die Räte keine Einwände.

Tablet-Computer für Schiltberger Gemeinderäte

Unterlagen für Räte künftig digital Bürgermeister Fabian Streit stellte dem Gemeinderat das neue Ratsinformationssystem vor, welches in Kürze für die Gemeinden Schiltberg und Kühbach eingeführt werden soll. Damit werden die Unterlagen für die Sitzungen, oder beispielsweise Satzungen, den Gemeinderäten künftig digital übermittelt. Dafür wird jedem Rat von der Gemeinde eigens ein Tablet-Computer zur Verfügung gestellt. In Kraft treten wird das System voraussichtlich ab der Aprilsitzung, da aktuell noch der Datenschutz geklärt wird.

Küche im Rathaus Im Keller des Rathauses wurde seit der letzten Sitzung eine Küche eingebaut, wie Bürgermeister Streit dem Gemeinderat mitteilte. Die Kosten hierfür liegen bei rund 4000 Euro. Die Küche soll künftig für Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle dienen. Die beiden Gebäude sind über einen unterirdischen Gang barrierefrei miteinander verbunden.

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