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21.08.2018

Lech-Radweg von der Quelle bis zur Mündung?

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Entlang des Lechs, wie hier kurz vor der Staustufe Ellgau, finden Radler schöne Wege. Die Bayerischen Elektrizitätswerke wollen das Wegenetz ausbauen und mehr Zugänge zum Fluss schaffen.
Bild: Claus Braun

Insbesondere der Untere Lech von Augsburg bis Niederschönenfeld soll aufgewertet und attraktiver werden. Es geht nicht nur um Wege entlang des Flusses.

Der Untere Lech soll künftig für Mensch und Natur noch attraktiver werden. Die Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW) arbeiten bereits seit längerer Zeit an Verbesserungen entlang des Lechlaufs nördlich von Augsburg. Das betrifft Kommunen in den Landkreisen Aichach-Friedberg (Affing, Rehling, Todtenweis), im Kreis Augsburg und im Landkreis Donau-Ries. Auch die Marktgemeinden Thierhaupten und Meitingen sollen von der Umgestaltung profitieren. In beiden Gemeinderatsgremien wurden die Projekte nun vorgestellt, beziehungsweise besprochen und diskutiert.

Parkplatz In Thierhaupten berichtete Marie Feitisch von der BEW. Mögliche Verbesserungen wären eine Aufwertung des bereits an der Lechbrücke bestehenden Parkplatzes. Zudem könnte dort auch ein besserer Zugang zu dem Ufer geschaffen werden.

Vogelbeobachtungsstation Aber auch eine Vogelbeobachtungsstation und eine Beschilderung, die über Thierhaupten und seine Sehenswürdigkeiten aufklärt, könnte im Rahmen des Projekts entstehen.

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Radwegnetz Anfangs war nur eine Umgestaltung zwischen der Staustufe in Ellgau und der Lechmündung bei Niederschönenfeld geplant. Nun soll aber der gesamte Flusslauf zwischen Augsburg und Mündungsgebiet erlebbarer werden. Dazu solle auch das Radwegnetz entlang des Lechs ausgebaut werden, sagte Feitisch. Zunächst sei geplant, die Wege für Radfahrer von Augsburg in Richtung Norden zu verbessern, aber auch im südlichen Flussverlauf könne das Projekt erweitert werden. Selbst eine Weiterentwicklung des Projekts „Themenradweg Lech“ auf transnationaler Ebene sei denkbar, sagte Feitisch. Dabei würde der Radweg von der Quelle in Österreich bis zur Mündung in Niederschönenfeld ausgebaut werden. Die Finanzierung für das Projekt soll von bis zu 70 Prozent durch das EU-Förderprogramm Leader übernommen werden; den Rest begleichen die angrenzenden Kommunen, Landkreise und die zuständigen Elektrizitätswerke. Die betroffenen Gemeinden müssen jedoch nur für die Maßnahmen aufkommen, die auch in ihrem Gemeindebereich umgesetzt werden, betonte Feitisch. Neben besseren Übergängen sollen im Rahmen des Projekts auch ökologische Maßnahmen wie naturnahe Kiesufer, eine besser ausgebaute Infrastruktur für Vereine und Angebote zur Umweltbildung ermöglicht werden.

Naturschutz Vor allem der Naturschutz war den Thierhauptener Gemeinderäten ein wichtiges Anliegen. Die beiden Schutzgebiete nördlich und südlich der Lechbrücke sollen unbedingt erhalten bleiben, so die einheitliche Meinung im Ratsgremium. Bis Ende des Jahres soll der Antrag für die EU-Förderung gestellt werden.

Lechsteg Auch im Marktgemeinderat Meitingen wurde über das Projekt der BEW gesprochen. Der Fokus lag dabei vor allem auf einer möglichen Maßnahme – einem Steg über den Lech bei Herbertshofen. Somit könnten Radler und Wanderer aus Meitingen die Sander Seen im Kreis Aichach-Friedberg auf kürzerem Wege erreichen. Auf der anderen Seite könnten auch die Bürger aus Todtenweis schnell ins Freibad nach Meitingen radeln. Bis dato führt der Weg über die südlichere Lechbrücke nach Langweid. Eine schnelle Verbindung nach Herbertshofen dürfte am Lechrain durchaus auf Zustimmung stoßen, schließlich gibt es ja auch viele Arbeitnehmer aus der Region, die vor allem bei den Lech-Stahlwerken oder bei SGL Carbon beschäftigt sind und damit mit dem Rad eine deutliche Abkürzung nutzen könnten. Auf der anderen Seite ist man speziell in Todtenweis auf zusätzliche Badegäste an den Sander Seen nicht erpicht. Der Meitinger Bürgermeister Michael Higl erklärte, dass in Herbertshofen diese Idee schon lange „herumgeistere“. Gemeinderat Christian Deisenhofer (CSU), der auch den Workshop der BEW besucht hatte, machte sich für das Projekt stark und warb um Unterstützung des Gremiums. Er regte an, dem Erholungsgebieteverein Augsburg (EVA) beizutreten, um Fördergelder dafür zu erhalten. Nach kurzer Diskussion sprach sich das Gremium dafür aus, am BEW-Projekt mitzuarbeiten. (mit cli)

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