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Aktionsgemeinschaft

11.02.2015

Leerstände machen Einzelhändlern Sorgen

Seit der Buchladen ausgezogen ist, steht der kleine Laden in der Augsburger Straße leer.
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Seit der Buchladen ausgezogen ist, steht der kleine Laden in der Augsburger Straße leer.

Die Aga regt einen Mietspiegel für die Aichacher Innenstadt an, damit die Mieten nicht explodieren. Bürgermeister sichert Unterstützung zu. Landratsamt lehnt verkaufsoffenen Sonntag zum Ostermarkt im Sisi-Schloss ab

Die Leerstände in der Aichacher Innenstadt bereiten den Mitgliedern der Aktionsgemeinschaft Aichach (Aga) Kopfzerbrechen. Die Stadt wolle sich für die Beseitigung der Leerstände einsetzen, sagte Bürgermeister Klaus Habermann bei der Mitgliederversammlung am Montag zu. „Wir können aber keine Wunder bewirken“, machte er deutlich. Schleichend hat sich die Zahl der ungenutzten Geschäftsräume in den vergangenen Jahren erhöht. Nebenstehende Bilder zeigen einige Beispiele und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Aga-Vorsitzender Klaus Deichmann nannte die seit rund einem Jahr leer stehende ehemalige Tschibo-Filiale am Unteren Stadtplatz. Wolfgang Linck regte an, einen Mietspiegel für Geschäftsflächen innerhalb der Stadt zu erstellen, damit die Miete nicht in utopische Höhen gehe. Bürgermeister Habermann sicherte der Aga die Unterstützung der Stadt zu. Erst vor Kurzem hätte die Stadt Rundschreiben an potenziell Handeltreibende verschickt. Der Bürgermeister war optimistisch, dass Aichach gute Perspektiven habe, die Innenstadt weiter zu entwickeln. „Dazu zähle ich ganz bewusst auch die Obere und die Untere Vorstadt.“ Als eine echte Herausforderung für den Handel aber auch die Stadtentwicklungspolitik sieht Habermann den Online-Handel. „Wir alle haben keine Patentrezepte. Jede Stadt muss ihren eigenen Weg finden.“

Eine andere bittere Pille, die die Aga schlucken muss, sind die verkaufsoffenen Sonntage. Vier Termine hatte die Aga für dieses Jahr wieder angemeldet. Drei hat das Landratsamt genehmigt. Den ersten verkaufsoffenen Sonntag, der traditionell im März zusammen mit dem Ostermarkt im Sisi-Schloss zusammenfiel, hat das Amt jedoch abgelehnt. Eine Freigabe solle sich auf die Bezirke beschränken, wo der Markt stattfinde, teilte das Landratsamt mit. Im Zusammenhang mit dem Ostermarkt sei eine Offenhaltung der Verkaufsstellen in der Innenstadt nicht gerechtfertigt.

Schon im vergangenen Jahr hatte das Amt der Aga mitgeteilt, dass der traditionelle verkaufsoffene Sonntag im März das letzte Mal genehmigt worden sei. Aga-Vorsitzender Deichmann hatte trotzdem gehofft, dass sich noch eine Lösung finden ließe. Nun hat er als Ersatztermin den 14. Juni, an dem auch der Veitsmarkt stattfindet, ausgewählt. Das Ordnungsamt der Stadt habe zugesichert, dass es nur eine begrenzte Zahl von Fieranten geben werde und die Zugänge und Schaufenster der Geschäfte nicht zugestellt werden würden, teilte er den rund 20 Zuhörern mit. Skeptisch war Deichmann, wie die Reaktion der Kunden auf diese Änderung ausfallen wird.

Insgesamt fiel die Bilanz des Vorsitzenden für das vergangene Jahr positiv aus. Trotz des schlechten Wetters war der erste Spargel- und Spezialitätenmarkt der Aga gut besucht gewesen. 2000 Teilnehmer hätten bei dem Gewinnspiel mitgemacht, berichtete Deichmann. Auch die Muttertags- und Eisaktion, kombiniert mit einer Stadtführung, war gut angekommen.

Langsam am Anlaufen sei der City-Scheck, so der Vorsitzende. Der Scheck ist nun an insgesamt vier Verkaufsstellen erhältlich. Die Aga hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem die LEW ihre Geschäftsstelle in der Koppoldstraße geschlossen hat. Bei einer Werbeaktion im Herbst seien innerhalb kurzer Zeit 1500 City-Scheck in Umlauf gebracht worden, freute sich Deichmann. Das würde rund 15000 Euro Umsatz bedeuten, der in der Stadt bleibe.

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