Newsticker

RKI: Erneut mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Leichtathletik ist sein Leben

Sportporträt

19.04.2013

Leichtathletik ist sein Leben

Hier fühlt sich Korbinian Loschko wohl: Leichtathletik ist sein Leben.
Bild: Christian Kirstges

Für Korbinian Loschko stehen Laufen und Co. im Mittelpunkt. Sein Trainer lobt den 16-jährigen Untergriesbacher als großes Talent. Die Deutsche Meisterschaft ist sein Ziel.

Was machen viele 16-Jährige am liebsten? Computer spielen, mit Freunden abhängen, Partys feiern. Korbinian Loschko hat dafür keine Zeit. Für ihn steht der Sport, vor allem die Leichtathletik, an erster Stelle. Drei mal in der Woche radelt er zum Training, an jedem anderen Tag versucht er aktiv zu sein, zum Beispiel beim Schwimmen. Auch nach dem Abitur will der Untergriesbacher den Sport weiterhin in den Mittelpunkt stellen. Ihn vielleicht sogar studieren.

Warum er sich gerade der Leichtathletik verschrieben hat, darüber muss der AN-Sportler des Monats März nicht lange grübeln: „Man kann an seine Grenzen gehen, sie kennenlernen und versuchen, darüber hinaus zu kommen. Das kann man auch im restlichen Leben gut gebrauchen.“ Angefangen hat er im Alter von sechs Jahren. Seine Mutter, auch begeisterte Sportlerin und Trainerin, sei der Überzeugung gewesen, dass die Leichtathletik eine gute Basis für vieles sei, erzählt der Zehntklässler des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums.

Dort laufe es gut, trotz der vielen Zeit, die er für den Sport aufbringe, sagt Korbinian. Seine Eltern achteten stets darauf, dass sich beides miteinander vereinbaren ließe – auch wenn das Training ihn weit mehr interessiere, verrät der Jugendliche mit einem Lächeln.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dass unter dem Sport schulische Leistungen nicht leiden müssen, betont Korbinians Trainer Otto Dwaliawili. „Studien zeigen, dass man sogar besser in der Schule wird, wenn man viel Sport macht“, erläutert er. „Vor allem bei Disziplinen, die einen intellektuell fordern, bei denen man sich ständig auf Neues einstellt, etwa beim Skifahren.“ Es komme nicht von ungefähr, fügt Dwaliawili hinzu, dass viele junge Sportler einen Einser-Schnitt im Abitur hinlegten.

Bis dahin hat der 16-Jährige zwar noch etwas Zeit, dennoch denkt er bereits weiter: „Beruflich würde ich später schon gerne etwas machen, das mit Sport zu tun hat. Mich interessiert, wie der Körper funktioniert. Das zu studieren ist nicht ausgeschlossen.“ Korbinian sei sehr diszipliniert und zielstrebig, lobt sein Trainer. Dass Talent, Wille und Fleiß so zusammenkämen, sei in Aichach nicht oft zu finden, meint er. Dwaliawili muss manchmal den Tatendrang seines Schützlings gar etwas bremsen, bevor der sich übernimmt.

Korbinian ist Ministrant. Mit Fußballspielen hat er vor einem Jahr wegen einer Knieverletzung aufgehört. Zeit für weitere Hobbys bleibt neben dem Sport kaum noch. Der Untergriesbacher will es so. Sport ist sein Ein und Alles, seine Freunde trifft er regelmäßig im Training. Ziele hat er dafür so einige. Den Leichtathletik-Trainerschein möchte er machen und so erfolgreich wie möglich sein.

Trainer Dwaliawili traut seinem Schützling viel zu

Die LG Aichach-Rehling hat ihn 2012 intern zum Sportler des Jahres gekürt, im Cross-Lauf ist er Kreismeister und bei der Bayerischen Jugend-Meisterschaft sicherte er sich den zwölften Platz.

Bei der nächsten Bayerischen Meisterschaft will er sich weiter verbessern und möglichst weit vorne laufen. Trainer Dwaliawili traut seinem Lauftalent viel zu und ist überzeugt: „In seiner Altersklasse dürfte Korbinian die Nummer eins im 1500-Meter-Lauf sein.“ In zwei Jahren soll er bei der deutschen Meisterschaft an den Start gehen.

Laufen bereitet dem Jugendlichen großen Spaß, am wohlsten fühlt er sich auf der Tausend-Meter-Strecke. Bis auf den Hürdenlauf ist ihm aber auch jede andere Disziplin recht und er will möglichst viel ausprobieren, beispielsweise den spektakulären Stabhochsprung. Berührungsängste kennt er dabei nicht.

Neues kennenzulernen ist Korbinian nicht nur im Sport wichtig. Er reist gerne, möchte die Welt sehen. Den Anfang gemacht hat er mit einem dreimonatigen Aufenthalt in England, wo er zur Schule ging.

Korbinian ist beides: In der Heimat verwurzelt und neugierig auf das, was er noch nicht kennt. Im normalen Leben wie im Sport. Auch wenn der es für ihn ausmacht.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren