Newsticker

Kultusministerium: Mehr als 8800 Schüler sind in Bayern wegen Corona in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Letzte Station: Ruhestand

05.06.2009

Letzte Station: Ruhestand

Aichach-Friedberg/Kissing Seit Anfang dieses Monats ist der Schulamtsdirektor Udo-Franz Zieroff im Ruhestand. Sein Nachfolger ist der bisherige Schulrat Alois Lechner. Jetzt ist der Wechsel im staatlichen Schulamt von Aichach-Friedberg offiziell in einer Feierstunde in der Grundschule Kissing vollzogen worden.

"Sie scheinen den Abschied aus dem Schuldienst bestens verarbeitet zu haben", begrüßte Landrat Christian Knauer einen strahlenden Zieroff. Fünf Jahre lang war er als Schulamtsdirektor für 31 Volksschulen im Landkreis verantwortlich. Mit fachlichen und menschlichen Qualitäten habe er insgesamt 40 Jahre erfolgreich im Schuldienst gewirkt.

Das Lebenswerk Zieroffs würdigte auch Regierungspräsident Karl Michael Scheufele. Die Schulpolitik sei zum Zentrum der Politik geworden, habe sozusagen Hochkonjunktur. Dass so viele Leute engagiert um gute Lösungen ringen, wertete Scheufele sehr positiv. Es gebe riesige Herausforderungen in der Schullandschaft, wie sinkende chülerzahlen, Ganztagsschulen, veränderte Lebensumstände und Ähnliches. "Der Fels in der Brandung ist das Schulamt", stellte der Regierungspräsident klar, hier würden die Dinge gebündelt. Zieroff habe dort fünf Jahre erfolgreich gearbeitet. Vorausgegangen waren Tätigkeiten an der Schule, im Kultusministerium, im Schulamt und nicht zuletzt sechs Jahre in China als Lehrerausbilder. Einer seiner Schwerpunkte im Landkreis sei die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft gewesen.

Auch Kritik angebracht

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

"Auf diese Laufbahn dürfen Sie mit Stolz zurückblicken", sagte Scheufele. Rupert Jung, der Personalratsvorsitzende, lobte ebenfalls die Zusammenarbeit mit Zieroff und beglückwünschte Lechner. Er hatte aber auch Kritik parat: "Wir haben viele Frauen, die die erste Geige spielen könnten. Man müsste sie nur mal spielen lassen." "Was hat ein pensionierter Schulamtsdirektor noch zu sagen? - Nichts mehr!", meinte Zieroff selbst. Er bedankte sich bei allen Weggefährten und erinnerte daran, dass die Schule eine ewige Baustelle sei, an der pausenlos zu arbeiten ist. Sein Fazit: "Es war eine sinnhafte Lebensaufgabe."

Der neue Schulamtsdirektor Lechner habe schon viele Jahre die Schullandschaft im Landkreis maßgeblich mitgestaltet, meinte Knauer, das mache den Einstieg auf beiden Seiten leichter.

Seine ebenfalls "reichhaltige Erfahrung" würdigte auch Scheufele. Seine Schwerpunkte seien die Weiterentwicklung der Hauptschule mit den M-Zweigen und die bessere Vernetzung der Schularten gewesen. Er habe die Dinge auch immer aus der Sicht der Jugendlichen gesehen.

Lechner meinte, er stehe jetzt vor einer Aufgabe mit ungeheurer Verantwortung. Ganztagsschulen, Kooperationen und Gelenkklassen seien nur einige Beispiele. Auch wenn es bei der Klasseneinteilung bei kleinen Schulen und sinkender Schülerzahl immer Reibereien gebe, habe es bisher ein Miteinander gegeben, das von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägt gewesen sei.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren