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Aichach

06.01.2019

Lokalmatadore siegen bei Dreikönigslauf

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Rund 150 Läufer gehen beim Aichacher Dreikönigslauf bei schwierigen Witterungsbedingungen an den Start.
Bild: Sebastian Richly

Beim Dreikönigslauf des LC Aichach kämpfen die Sportler mit schwierigen Witterungsbedingungen. Wie der Sieger den Lauf bewertet.

„Besser als gedacht“ ging es beim 36. Aichacher Dreikönigslauf für die rund 150 Teilnehmer. Insbesondere für den Sieger Benjamin Dillitz. Der Adelzhausener benötigte für die 8,2 Kilometer lange Strecke vom Josef-Bestler-Stadion durch das Hennetal und zurück 27 Minuten und 24 Sekunden. Damit war der 25-Jährige zwölf Sekunden schneller als im vergangenen Jahr, als er Dritter wurde. Umso bemerkenswerter, denn die starken Schneefälle der vergangenen Tage erschwerten den Läufern am Dreikönigstag das Leben.

Lange stand die Traditionsveranstaltung auf der Kippe, doch gegen 8.30 Uhr gab Josef Lechner, Vorsitzender des austragenden LC Aichach, dann Entwarnung. „Zum Glück ist es etwas wärmer geworden. Wenn es glatt gewesen wäre, hätten wir absagen müssen.“ Das war bislang nur einmal im Jahr 2011 der Fall. So wurde die Strecke von der Stadt geräumt und gestreut, sodass der Wettbewerb stattfinden konnte – allerdings mit einem deutlich kleinerem Starterfeld. Im vergangenen Jahr gingen mit 247 Läufern rund 100 Teilnehmer mehr an den Start. „Da war das Wetter aber auch deutlich besser. Ich bin froh, dass überhaupt so viele gekommen sind. Wir hatten 40 Nachmeldungen und das bei den Bedingungen. Besonders stolz macht mich, dass alle Nachwuchsleute (16 an der Zahl), die zugesagt hatten, dabei waren.“ Dennoch hatte das Wetter seinen Einfluss. „Klar. Das ist am 6. Januar aber immer ein Glücksspiel. Vergangenes Jahr hatten wir bestes Wetter und 2017 war es eiskalt. Natürlich sind vor allem viele Hobbyläufer der Veranstaltung heute ferngeblieben.“

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Die besten Bilder vom Aichacher Dreikönigslauf
Bild: Sebastian Richly


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Drekönigslauf: Dillitz triumphiert in Abwesenheit des Topfavoriten

Auch Topfavorit Johannes Hillenbrand (LG Stadtwerke München), der als Topfavorit galt, suchte man in Aichach vergebens. So siegte Teamkollege Benjamin Dillitz vor Heiko Middelhoff (Läufer mit Herz) in 28.27 Minuten und Jan Lettenmaier (Stadtwerke München) in 28.44 Minuten. Auf Platz vier kam der beste Läufer des LC Aichach. Michael Harlacher, der für Claudias Lauftreff an den Start ging, bewältigte die Strecke in 29:28 Minuten. Harlacher war damit eine halbe Minute schneller als der Dasinger Hubert Beck (Forza SGM). Der ehemalige LCA-Läufer hängte auf den letzten 300 Metern auf der Tartanbahn den Jetzendorfer Thomas Mittag, der mittlerweile für den MTV Ingolstadt startet noch ab. LCA-Routinier Georg Steinherr (Claudias Lauftreff) kam als Achter noch unter die Top Ten und gewann die M50-Wertung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Benjamin Dillitz schon die ersten Glückwünsche entgegengenommen. Für den Adelzhausener war es nach dem Sieg beim Aichacher Stadtlauf der zweite große Erfolg in der Paarstadt, in der er arbeitet. „Meine Taktik ist genau aufgegangen. Ich wollte es nicht zu schnell angehen, um am Berg noch Reserven zu haben. Es waren schwierige Bedingungen und ich habe versucht, das Beste rauszuholen.“ Ein lockerer Spaziergang wurde es für den Adelzhausener allerdings nicht. Middelhoff blieb bis zum Berg an Dillitz dran. Der zündete am Anstieg jedoch den Turbo und lief souverän zum Sieg. „Ich habe dann voll durchgezogen. Am Berg war es mit dem Matsch schwer. Sonst habe ich mich im Anstieg leichter getan. Danach habe ich einfach bis zu Ende durchgezogen.“

Fast schon entschuldigend hebt Sieger Benjamin Dillitz beim Zieleinlauf die Arme.
Bild: Sebastian Richly

Start-Ziel-Sieg für Aichacherin Sassnink

Bis zum Ende hätte Hannah Sassnink eigentlich nicht durchziehen müssen. Die Läuferin vom LC Aichach setzte sich gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze bei den Frauen und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. „Anfangs merkt man die Kälte, wenn die Schuhe nass werden, aber danach ist es eigentlich egal. Ich habe einfach mein Bestes bei diesen Bedingungen gegeben und bin froh, dass ich gewonnen habe“, so die Neu-Aichacherin, die erst seit Juni in der Paarstadt wohnt. Die 32-Jährige durchquerte nach 33 Minuten und neun Sekunden die Ziellinie und war damit mehr als eine Minute schneller als die Zweitplatzierte Ines Ugele (MTV Pfaffenhofen). Dritte wurde Lena Schruff (Koppenbach). Sassnink Teamkollegin beim LC Aichach, Kathrin Wörle (Forza SGM) wurde Sechste in 38.29 Minuten. Die Teamwertung entschied das Team Küchen Necker Indersdorf (1110 Punkte), das mit 25 Läufern am Start war, für sich vor Claudias Lauftreff (1036) und Forza SGM (803).

Trotz der schwierigen Witterungsbedingungen konnte der Dreikönigslauf in Aichach stattfinden. Dennoch waren deutlich weniger Teilnehmer am Start. Am Ende siegten zwei Lokalmatadore. Hannah Sassnink vom LC Aichach gewann bei den Frauen.
Bild: Sebastian Richly

Schnellster über die 1200 Meter war wie im Vorjahr Tamino Mittag in 4:23 Minuten. Bei den Jüngsten über die 400 Meter siegte Magdalena Eberl (LC Aichach) mit einer Sekunde Vorsprung vor Finja Herzog (Team Herz-Engl).

Die Ergebnisse vom Dreikönigslauf gib es hier

Weitere Eindrück vom Dreikönigslauf finden Sie in unserer Bildergalerie

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