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Maibaum in den Norden: Braucht‘s des?

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Kommentar Von Carmen Jung
03.05.2018

Die Sielenbacher haben den angeblich größten Maibaum Deutschlands gestohlen. Er ist für Norddeutschland bestimmt

Nix Genaues woaß ma ned. Lang ist er auf jeden Fall, der Maibaum, den die Sielenbacher Maubaumklau-Profis mit Unterstützung der Randelsrieder Burschen jüngst bei Hohenwart gestohlen haben. 50 Meter misst der Stamm und damit gehört er sicherlich zu den Größten im Lande. Ob er’s auch wirklich ist, wird nur erfahren, wer jeden Maibaum nachmisst. Doch wer tut das schon?

Also gehen wir einfach mal davon aus, dass es sich bei der dicken Douglasie tatsächlich um den längsten Maibaum Deutschlands handelt. Und ausgerechnet der wird zu de „Preißn“ ganz ’nauf in den hohen Norden geschickt. Da stellt sich die Frage: Was ist schlimmer – ein gestohlener Maibaum oder gestohlenes Brauchtum? Können wir Bayern uns das gefallen lassen?

Gar so eng sehen darf man diese Geschichte freilich nicht. Da will ein Hotelier halt ein bisserl auffallen, und das wird er auch sicher tun in einem Landstrich, in dem Maibäume so exotisch sind wie bei uns eine afrikanische Rundhütte. Aber samma großzügig und lassen ihm de Freid. Weil: Ein einziger Maibaum macht noch lange keinen Freistaat. Und wenn er noch so viele Meter in den Himmel ragt.

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