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Verwaltungsgemeinschaft

08.12.2018

Mehr Geld für die Wahlhelfer am Lechrain

Tomas Zinnecker

Petersdorf, Aindling und Todtenweis erhöhen Vergütung für Ehrenamtliche deutlich

Wie sollte das Engagement von Wahlhelfern honoriert werden? Diese Frage wurde schon einmal im Marktgemeinderat von Aindling diskutiert. Jetzt befasste sich damit auch die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aindling. Am Ende fiel der Beschluss einstimmig. Bei Gemeinderatswahlen und Kreistagswahlen werden in Aindling, Petersdorf und Todtenweis künftig je 70 Euro an die Helfer gezahlt, bei sonstigen Wahlen und Abstimmungen sind es 40 und bei Stichwahlen 20 Euro. Die Vorsitzenden eines Wahlausschusses sowie die Schriftführer erhalten wegen des erhöhten Aufwandes zusätzlich 15 Euro. Damit verlieren die alten Sätze, die am 2. Juni 2014 beschlossen worden waren, ihre Gültigkeit.

Helga Holland, beruflich in Augsburg tätig, berichtete von den Erfahrungen, die sie dort gemacht hatte: „Augsburg hatte große Probleme, Wahlhelfer zu finden.“ Dann habe man deren Vergütung von 40 auf 100 Euro erhöht. Jetzt hätten sich mehr Bewerber als benötigt gemeldet. Daraus schloss sie: „Vielleicht ist das ein Anreiz.“ Der Aindlinger Bürgermeister Tomas Zinnecker ist auch Vorsitzender der VG. Er wies darauf hin, dass nach wie vor eine gewisse Ungerechtigkeit zu Mitarbeitern im öffentlichen Dienst bestehe; die lasse sich aber nicht beheben. Er hatte in der Debatte dazu gemahnt, bei der Anhebung nicht übers Ziel hinaus zu schießen.

Um Beträge in ganz anderen Dimensionen ging es dann beim VG-Haushalt für das Jahr 2019. Andreas Grägel aus der Finanzverwaltung legte die Zahlen dar und kommentierte die entscheidenden Passagen. Demnach beläuft sich das gesamte Haushaltsvolumen auf 1560000 Euro, 1,45 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungs- und 111000 Euro auf den Vermögenshaushalt.

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Die Personalkosten sind mit 1,13 Millionen Euro veranschlagt. Im laufenden Jahr ging es hier um 1,04 Millionen Euro. Der Anstieg resultiert nicht zuletzt auf Höhergruppierungen sowie auf die tarifliche Entgelterhöhung.

Die Erhöhung der Betriebskostenumlage ist laut Grägel auf ein Plus bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt zurückzuführen. Entsprechend den Einwohnerzahlen müssen die drei beteiligten Gemeinden folgende Beiträge für die Betrieskostenumlage entrichten: Aindling mit 4418 Einwohnern 635000 Euro, Petersdorf mit 1685 Einwohnern 242000 Euro und Todtenweis mit 1379 Einwohnern knapp 200000 Euro. Auf eine Umlage für Investitionen kann im nächsten Jahr verzichtet werden, weil die über eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage finanziert werden können. Dafür sind 50000 Euro vorgesehen.

Zum Jahreswechsel betragen die Rücklagen 211000 Euro. Die VG hat keine Schulden, eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Der Beschluss zum Haushalt fiel einstimmig aus. Zur Jahresrechnung 2017 sagte Zinnecker: „Sieht relativ gut aus.“ Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögensetat belief sich auf 128000 Euro. Die Rücklagen wurden auf 188000 Euro aufgestockt. Das lag daran, dass in der Finanzverwaltung und im Bauamt über längere Zeit Stellen nicht besetzt werden konnten; auf diese Weise wurden 156000 Euro gespart. Die örtliche Rechnungsprüfung werden Walter Pasker (Aindling), Petra Wackerl (Todtenweis) und Stephan End (Petersdorf) übernehmen. (Foto: J. Schafhauser)

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