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Sitzung II

24.06.2017

Mehr Natur für die Kleine Paar

Auf diesem Stück der Kleinen Paar – von der Unterperlmühle bis nach Baar – sollen bereits im Herbst erste Maßnahmen erfolgen.
Bild: Stefanie Brand

Auch an Zellerbächlein und Wiesenbach soll etwas geschehen

Gemeinderat Norbert Reiter hat mehrere Anläufe gebraucht, um das Thema „Gewässer im Gemeindegebiet“ endlich anschieben zu können. Gewünscht hat er sich, dass das Geld, das im gemeindlichen Haushalt für den Gewässerunterhalt eingeplant ist, auch dafür verwendet wird. Geworden ist daraus ein holpriger Ritt über den Gewässerentwicklungsplan, der mehr vorsieht, als sich die Gemeinde aktuell leisten kann.

Die Rede war von Störelementen, die die Strömungsvielfalt dynamischer gestalten sollen. Auch die Entfernung von Uferverbauungen, der Einsatz von Sohlrampen und Sohlgleiten sowie die Modellierung des Bachbetts im Sinne einer Renaturierung sind dort niedergeschrieben.

Beschlossen wurde dann eine griffigere Vorgehensweise. Florian Mertl beantragte, eine Aufstellung der Anlieger anzufertigen – die laut dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pöttmes, Stefan Hummel, aus Datenschutzgründen nicht öffentlich gemacht werden darf. Mit diesen soll dann über den Sommer hinweg gesprochen werden, inwiefern sie sich an Renaturierungsmaßnahmen beteiligen würden. Betroffen sind Anlieger der Kleinen Paar, des Zellerbächleins und des Wiesenbachs. Anschließend soll ein Maßnahmenplan aufgestellt und präsentiert werden.

Martin Moser verwies auf mögliche Förderungen. Bürgermeister Leonhard Kandler hegte Zweifel an der Förderfähigkeit, erklärte sich aber bereit, sich dazu zu erkundigen. Erste kleinere Maßnahmen, die seitens des Bauhofs gestemmt werden können, sollen direkt in zwei Etappen angegangen werden. Von der Unterperlmühle bis nach Baar soll noch heuer entlang der Kleinen Paar geräumt werden. Der Bereich zwischen Baar und der Kläranlage soll 2018 folgen.

Während dieser Beschluss einstimmig für die Maßnahme getroffen wurde, stimmten die Gemeindevertreter zu einem anderen Wasserthema einstimmig dagegen. Hubert Ruisinger hatte beantragt, eine Verrohrung für Niederschlagswasser im Bereich der Kläranlage zu bauen. Da die Wasserstände bei einem Ortstermin weder so eklatant waren, wie es beschrieben wurde, noch es sich um einen Fehler der Gemeinde handelte, muss sich der Landwirt nun selbst darum kümmern. Eine Info, wohin er das Wasser ableiten kann, wird er von der Gemeinde erhalten. (bras)

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