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Inchenhofen

13.06.2020

Mehr Spielraum für Bauherrn in Inchenhofen

Bauherren haben in Inchenhofen an der Kreisstraße beim Friedhof in Zukunft mehr Spielraum.
Bild: Erich Echter (Archivbild)

Plus In Inchenhofen wird der Bebauungsplan für das Gebiet an der Kreisstraße aufgehoben. Das bringt Vorteile, aber auch einen Nachteil.

Der Bebauungsplan „An der Kreisstraße AIC 7“ (beim Friedhof) in Inchenhofen ist aufgehoben. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Planer Hans Brugger informierte das Gremium über eine Änderung, die eine andere Vorgehensweise möglich macht.

Bisher war die nördlich und südlich der Kreisstraße gelegene Fläche im Flächennutzungsplan als Dorfgebiet ausgewiesen. Die landwirtschaftlichen Flächen im südlichen Teil wollte ein Grundstückseigentümer in gewerbliche Flächen umwandeln. Weil das laut Bebauungsplan nicht möglich war, hatte der Gemeinderat bereits eine Teilaufhebung des Plans „An der Kreisstraße“ beschlossen. Der nördliche Teil sollte in ein allgemeines Wohngebiet umgewandelt werden.

Das Gelände in Inchenhofen wird jetzt als "Innenraum" deklariert

Brugger erklärte, das sei zunächst nicht möglich gewesen, weil laut einem Lärmgutachten der Verkehr auf der Kreisstraße und ein Lagerplatz weiter nördlich das Wohngebiet beeinträchtigen würden. Ursprünglich hatte die Gemeinde geplant, auch für diesen Bereich den Bebauungsplan aufzuheben. Das hätte zur Folge haben können, dass noch nicht bebaute Grundstücke als im Außenbereich liegend angesehen werden und damit nicht bebaubar gewesen wären. Brugger teilte mit: „Inzwischen gibt es eine andere Betrachtungsweise.“ Der ganze Bereich des Bebauungsplanes werde nun als Innenbereich gesehen. Das öffnete der Gemeinde die Tür für den ursprünglichen Ansatz: Der Bebauungsplan kann für den südlichen und nördlichen Teil aufgehoben werden. Der Vorteil: Bauherren haben mehr Spielraum. Der Nachteil: Baupläne können nicht mehr im Freistellungsverfahren eingereicht werden.

Eine Erweiterung der Fläche um weitere Bauplätze, wie von Robert Müller angesprochen, sei ein eigenes Verfahren, sagte Brugger. Der Gemeinderat hob seinen Beschluss vom vergangenen Jahr auf, wonach das nördliche Areal in ein allgemeines Wohngebiet umgewandelt werden sollte, und stimmte einer Aufhebung des Bebauungsplans zu.

Zuschuss beschlossen: Die Caritas-Sozialstation Aichach erhält einen Zuschuss in Höhe von 2028 Euro. 32 Bürger aus dem Gemeindebereich nahmen im vergangenen Jahr die ambulante Leistung in Anspruch.

Bild: Manfred Zeiselmair

Stundungen sind bis 12.000 Euro möglich

Geschäftsordnung beschlossen: An die Empfehlung des Bayerischen Gemeindetages wurde die Geschäftsordnung des Marktes angepasst. Geändert wurden vor allem die Summen, über die der Bürgermeister verfügen darf. Unter anderem erhöhte sich der Wert bei Stundungen bis zu einem Jahr von 8000 auf 12.000 Euro.

Satzung aufgehoben: Der Gemeinderat hob die Satzung zur Vorauszahlung der Raten für die neue Kläranlage zum 1. Juli auf. Das ist die Grundlage, um eine neue Satzung für die Erstellung der Schlussrechnung beschließen zu können. Gestundete Raten sind nicht erlassen. Offene Beträge würden den Bürgern zusammen mit der Schlussrechnung in Rechnung gestellt, teilte Bürgermeister Schoder mit.

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