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Aschermittwoch

12.02.2013

Mehr als Fisch und Starkbier

Zur Tradition geworden ist im Affinger Ortsteil Aulzhausen das alljährliche Steckerlfisch-Grillen. Mitglieder des Sportanglerclubs Mühlhausen bereiten die Fische zum Verzehr vor. Paul Baumgartl (links) und Peter Drexl sind als erfahrene Grillmeister bekannt.
Bild: Lorenz Drexl

In der 40 Tage dauernden Fastenzeit werden viele Traditionen gepflegt – bis hin zum „Geldbeutelwaschen“

Affing-Aulzhausen Der Aschermittwoch setzt den kulinarischen Genüssen zumindest vorübergehend ein Ende. Es beginnt die 40-tägige Fastenzeit, eine Zeit der Buße und Einkehr. Nach altem Brauch gehen die Gläubigen heute zum „Einascherln“ in die Kirche. Das bei der Segnung am Aschermittwoch getätigte geweihte Aschenkreuz auf die Stirn hat bis heute Gültigkeit.

Da in früheren Zeiten besonders in den Klöstern auf ein strenges Fasten geachtet wurde, wurde kein Fleisch serviert. Man wich deshalb auf Fisch aus. In der „Fastenküche“ war besonders die Fischsuppe beliebt.

Das Derblecken sorgt für bundesweites Spektakel

Auch Starkbierfeste gehören zur Fastenzeit. Das von den einzelnen Brauereien hergestellte Starkbier, auch „Salvator“ genannt, geht auf die Klosterbrauereien zurück. Den durch Fasten „geschwächten“ Körper kräftigte man mit dem extra eingebrauten Starkbier. Die klösterliche Regel sagte aus: „Flüssiges bricht das Fasten nicht.“ Auch der politische Aschermittwoch wurde in Bayern zur Tradition. Die Parteien, die in ihren „Hochburgen“ den Kontrahenten herausfordern, sorgen für ein bundesweites Spektakel. Zum Aschermittwoch gehört auch das „Geldbeutelwaschen“. Der durch die vielen Faschings-Veranstaltungen arg strapazierte Geldbeutel wurde symbolisch gewaschen, um ihn in der Fastenzeit wieder zu füllen. Mit Regeln und Brauchtum geht man so über von der Faschingszeit in die ernste Fastenzeit. (rex)

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