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Bauausschuss

23.11.2017

Mit Tempo 30 durch Handzell

Tempo 30 herrscht künftig in der Ortsdurchfahrt in Handzell. Das beschloss der Pöttmeser Bauausschuss – obwohl die Polizei gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist.
Bild: Johann Steiger

Bei der Verkehrsschau sind die Pöttmeser Ratsmitglieder nicht immer einer Meinung mit der Polizei

Pöttmes Die Polizei ist dagegen, der Pöttmeser Bauausschuss trotzdem dafür: Durch Handzell darf künftig nur noch mit Tempo 30 gefahren werden. Das Gremium beschloss am Dienstag eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Hauptstraße.

Im Nachgang der Sitzung informierte Peter Fesenmeir vom Bauamt unsere Zeitung. Ihm zufolge sprachen sich die Vertreter der Polizei gegen eine Tempobeschränkung aus, weil es dafür keine Begründung gebe. Auch die baulichen Gegebenheiten sprächen dagegen. Die Ausschussmitglieder sahen das anders und setzten sich über die Haltung der Polizei hinweg.

Die Ortsdurchfahrt des Pöttmeser Ortsteils war ein Punkt von vielen bei der alle zwei Jahre stattfindenden Verkehrsschau. Zu schnelle Fahrzeuge waren in Handzell noch an zwei Punkten ein Thema: Keinen Grund, etwas zu unternehmen, sah die Polizei bei der Pfarrer-Aidlspurger-Straße, die fürs Rasen zu klein und zu kurz sei. Anders bei der Samfeldstraße. Hier hält die Polizei ein Piktogramm auf der Fahrbahn mit Hinweis auf die Tempobegrenzung oder ein Hinweisschild für möglich. Der Ausschuss beschloss, dort erst einmal das Tempomessgerät aufzustellen. Anhand dessen Aufzeichnungen will man dann über weitere Schritte entscheiden.

Straßen in Pöttmes Momentan gilt keine Einbahnregelung an der Bürgermeister-Rohrmüller-Straße in Pöttmes. Grund sind die Bauarbeiten für das dortige Ärztehaus. Nach Abschluss der Arbeiten soll die frühere Einbahnstraße wieder zurückkehren. Das beschloss der Bauausschuss. Denn ein Umbau für dauerhaften Begegnungsverkehr wäre zu aufwendig. Sollte es Probleme geben, werde man sich erneut damit befassen, so Fesenmeir.

Zur Absicherung von Fußgängern wünschte sich der Ausschuss, dass an der Einmündung der Neuburger in die Von-Gumppenberg-Straße wieder eine Kette im Gehwegbereich angebracht wird. Die Polizei hatte allerdings keine Bedenken. Ohne Kette entspreche die Situation vielmehr der Barrierefreiheit. Weil es sich um eine Staatsstraße handelt, kann der Markt die Kette nicht einfach anbringen. Wegen der Haltung der Polizei war es dem Gremium klar, dass das zuständige Staatliche Bauamt sicher keine Kette anbringen wird. Gespannt ist man aber darauf, wie das Thema im Landratsamt beurteilt wird.

Bürger vermissen einen Gehweg von der Schießstatt zum Marktplatz. Auch die Polizei stuft die Situation als nicht unproblematisch ein. Ändern könnte man das allerdings nur mit einer größeren Baumaßnahme. Das Thema will man deshalb erst bei einem möglichen späteren Ausbau der Straße aufgreifen, beschloss der Ausschuss. Dennoch wird man die Stelle bei der nächsten Besichtigungstour im Sommer begutachten.

Eine Entscheidung über ein Halteverbot in der Augsburger Greppe wurde laut Fesenmeir vertagt. Große landwirtschaftliche Fahrzeuge haben dort Schwierigkeiten bei der Durchfahrt, wenn geparkt wird. Die Situation soll sich der Gemeinderat anschauen.

Straßen in Echsheim Einer Sichtbehinderung Bei der Steinbuche in Echsheim wird mit einem Verkehrsspiegel abgeholfen. Einen solchen soll es nach dem Willen des Ausschusses auch an der Reichersteiner Kreuzung geben. Polizei und Landratsamt halten ihn indes nicht für nötig. Dennoch beschloss der Ausschuss einen entsprechenden Antrag an den Landkreis.

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