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08.06.2009

Mit dem "Himmelsvehikel" ab in den Nebel

Aichach-Unterwittelsbach Tosenden Applaus ernteten die Theaterfreunde Wittelsbach am Freitagabend bei der Premiere ihres Stücks "Brandner Kaspar und das ewig Leben". Rund 250 Besucher erlebten die gelungene Freiluftaufführung dieses urbayerischen Stücks vor der Kulisse des Sisi-Schlosses in Unterwittelsbach. Die herrliche Kulisse des Schlosses gab dem Stück den richtigen Rahmen und wurde von den Regisseuren Rosemarie Mair und Joachim Schmaus genial in die Kulissen einbezogen. Eine eigens aufgebaute Zuschauertribühne bot einen guten Blick auf das Schloss, die kleine Kapelle, die Schlossteiche, den dunklen hohen angrenzenden Wald, die Brücke zum Schloss und die raffiniert gestaltete Bühne.

Bereits eine Stunde vor Beginn strömten die Zuschauer in den Park - viele bepackt mit Sitzkissen und Decken, denn abends sollte es recht frisch werden. Unter den Gästen, die Vorsitzender Franz Mair begrüßte, waren auch Hausherr und Bürgermeister Klaus Habermann mit Gattin, Landrat Christian Knauer, Birgit Cischek vom Hauptsponsor, der Stadtsparkasse Aichach, Laienspielberater Michael Schmidberger, die Kastellanin des Schlosses, Brigitte Neumaier, und auch das Volkstheater Aichach gab sich ein Stelldichein.

"Kerschgeist" und "Brandner Spitzerl" in der Pause

Vor der Vorstellung und in der Pause gab es passend zum Stück Getränke und Schmankerl wie "Boandl Flecken mit Gorgonzola", "Brandner Spitzerl mit Sauerkraut und Bratwurscht" und selbstverständlich einen "Kerschgeist".

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Mit solchem "Kerschgeist" verführt schließlich auch der schlitzohrige Brandner Kaspar (Franz Mair) im Stück den Tod, den Boandlkramer (Hubert Brugger), zum Kartenspielen, als der ihn in den Himmel holen soll. Szenenapplaus und Lachen erntete der Boandlkramer mit seinen blutunterlaufenen Augen und seinem weißen, schütteren, langen Haar, wenn er mit schriller, heller, sich fast überschlagender Stimme zu lispeln beginnt.

Mit seinem Falschspiel und reichlich Schnaps luchst der Brandner Kaspar dem Tod weitere 18 Jahre auf Eden ab, aber es kommt anders: Drei Jahre später stirbt an seinem 75. Geburtstag seine Enkelin Marei (Martina Kreitmair), die ihrem geliebten wildernden Flori (Michael Mair) nachläuft und versehentlich erschossen wird. Im Himmel fliegt der ganze Schwindel um den Scheintod des Brandner Kaspar dann auf und der Boandlkramer soll den Brandner Kaspar nun doch holen.

Alle Lieben sind im Himmel versammelt

Er schafft dies auch, weil er den Kaspar zur Probe mit in den Himmel nimmt. Dort oben an der Himmelspforte wartet schon der Portner (Joe Wörle) im goldglänzenden mit Pailletten besetzten bodenlangen Mantel mit dem Erzengel Michael (Roland Hell) samt Nantwein (Josef Wörle) und Thurmair (Theo Hell) und der ganzen himmlischen Engelsschar und den Seligen. Als der Kaspar sieht, wie schön es im Himmel ist und dass alle seine Lieben dort versammelt sind, will er gar nicht mehr zurück und will sogar das Fegefeuer für sein langes Sündenregister auf sich nehmen.

Weitere Aufführungen sind am Donnerstag, 11. Juni, am Freitag, 12. Juni, am Samstag, 13. Juni, sowie am 19., 20., 26. und 27. Juni, jeweils ab 21 Uhr. Karten gibt es täglich von 18 bis 20 Uhr unter Telefon (0 82 51) 8 88 08 67.

Sitzplan und nähere Informationen im Internet unter

www.Theaterfreunde-Wittelsbach.de

Bei uns im Internet

finden Sie eine Bildergalerie unter

aichacher-nachrichten.de/bilder

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