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20.03.2009

Mit "grünem Gold" wieder auf Erfolgsspur

Baar (AN, cli) - Auf dem TV-Sender HSE 24 sieht man sie regelmäßig: Bärbel Drexel und ihren Mann Klaus, die Gründer der Bärbel Drexel GmbH. "Natürlich Natur" ist der Leitspruch, unter dem Naturprodukte und Edelsteine verkauft werden. Nach einer eher kritischen Phase geht es mit der Firma mit Sitz in Baar nach eigenen Angaben seit rund zwei Jahren wieder bergauf. Landrat Christian Knauer machte sich vor Ort ein Bild von der Firma, so eine Pressemitteilung. Die Drexels sind heute vor allem das "Gesicht" der Wellnessmarke.

Seit fünf Jahren hat die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft Finatem die Mehrheit an der Gesellschaft und faktisch das operative Geschäft in Baar übernommen (siehe Infoartikel). Die Frankfurter haben derzeit sechs mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen im Beteiligungs-Portfolio. Zum Beispiel Firmen aus Werkzeugbau, Sicherheitsdienstleistungen oder den größten deutschen Fahrradhersteller Derby Cycle mit den Marken Kalkhoff, Focus und Rixe. Die Spirulina-Alge begegnet einem im Drexel-Standort in Baar beinahe auf Schritt und Tritt in den Produktionsräumen an der Aichacher Straße. Die Süßwasser-Mikroalge, von den Azteken "grünes Gold" getauft, ist, in kleine Pastillen gepresst, als Nahrungsergänzung das absolute Erfolgsprodukt des Unternehmens. Von der Produktionsstätte zeigte sich Knauer angetan. "Äußerst beeindruckend", fand er auch, "wie die Firma nach einer längeren Durststrecke wieder zurück auf die Erfolgsspur gefunden hat."

2006 hatte die Firma laut kaufmännischem Leiter Philipp Hofmann ihren wirtschaftlichen Tiefpunkt erreicht, seitdem gehe es stetig bergauf. 2008 habe man bereits wieder einen Umsatz von 17 Millionen Euro verzeichnet und im Januar 2009 sei es gegen den allgemeinen Trend um einiges besser gelaufen als im gleichen Monat 2008.

Jährlich würden rund 500 000 Euro investiert, davon sei heuer der Großteil für ein komplett neues EDV-System eingeplant, so Hofmann. Zum Vergleich: 2002 waren bei der Drexel AG 165 Mitarbeiter beschäftigt und der Umsatz bewegte sich bei über 30 Millionen Euro. 2004 waren rund 100 Arbeitsplätze weggefallen. Er sei froh, wenn die Bärbel Drexel GmbH als "Aushängeschild Baars, aber auch des Landkreises Aichach-Friedberg" an Glanz gewinne, sagte Knauer. "Wir fühlen uns in Baar sehr gut aufgehoben", spielte der geschäftsführende Gesellschafter Peter Hasenpflug den Ball zurück, "die Akzeptanz in der Gemeinde ist gegeben und auch zu unseren Nachbarn pflegen wir ein hervorragendes Verhältnis".

Mit "grünem Gold" wieder auf Erfolgsspur

Hasenpflug ist stolz, dass "98 Prozent aller Produkte aus den Bereichen Nahrungsergänzung und Naturkosmetik im eigenen Hause hergestellt" werden. Die Edelsteinwelt werde in erster Linie aus Südamerika bestückt. Neben der Produktion sitzen auch Logistik und Verwaltung mit Grafik-Abteilung in Baar. "Wir haben rund 170 Mitarbeiter, die fast alle aus der Umgebung kommen", so der Geschäftsführer. Ausgebildet werde vor allem im kaufmännischen Bereich, künftig soll es auch Azubis bei Grafikern und in der Logistik geben.

In der Spitzenzeit hatte das Unternehmen 60 Franchise-Shops. Heute sind es nur noch sieben - unter anderem in Berlin und in Warnemünde - plus ein eigener Shop in Würzburg und ein großer Verkaufsraum direkt am Firmengelände in Baar, doch habe sich die GmbH deutlich stabilisiert. Mit dem Slogan "Natürlich Natur" setze man verstärkt auf Naturkosmetik und hebe sich durch einen hohen Qualitätsanspruch von der Konkurrenz ab, so Hasenpflug. Der Vertrieb der Naturprodukte wird im Wesentlichen über den eigenen Versand und den Verkaufskanal HSE 24 abgewickelt.

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