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Ausstellung

08.07.2016

Motive zum Meditieren und Festhalten

Die sechs Hobbyfotografen, die im Krankenhaus Aichach ausstellen sind (von links) Herbert Hanika, Erika Probst, Franz Achter, Claudia Neumüller, Joachim Feldmeier und Erich (Husch) Hoffmann.
Bild: Gerlinde Drexler

Sechs Hobbyfotografen präsentieren im Aichacher Krankenhaus völlig unterschiedliche Aufnahmen: Von schwarz-weißen Analogaufnahmen bis hin zu experimentellen Digitalfotografien.

Fotografie ist Leidenschaft, Dokumentation und künstlerischer Ausdruck. „Sechs im Krankenhaus“ heißt die aktuelle Ausstellung in der Aichacher Klinik, bei der sechs Hobbyfotografen des hiesigen Fotoclubs ihre Arbeiten ausstellen. Die rund 80 Fotografien zeigen, wie unterschiedlich jeder seinen Schwerpunkt setzt, welche Motive oder Technik die Fotografen bevorzugen.

Sieben Jahre ist es her, dass der Fotoclub Aichach zum ersten Mal im Krankenhaus ausstellte. Für die zweite Schau hätten die Hobbyfotografen „keine Arbeit und Kosten gescheut, um ihre Bilder zu präsentieren“, sagte Vorsitzender Bruno Röske bei der Eröffnung am Dienstagabend.

Unterschiedliche Techniken, verschiedene Motive

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Joachim Feldmeier, von dem auch die Anregung zu der Ausstellung ausging, zeigt Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Landschaften und experimentelle (digitale) Fotografie. Seine Landschaftsaufnahmen zeigen Feldmeiers Vorliebe für die Gestade der Ostsee. Röske dazu: „Sie laden zum Betrachten und Meditieren ein.“ Der Blick und die Gedanken würden bei Feldmeiers Bildern oft in die Ferne schweifen.

Ein Pendant zu den Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind die farbigen Landschaftsaufnahmen von Claudia Neumüller. Sie hat sich den Grundsatz „Motive muss man festhalten, wie man sie sieht“ zu eigen gemacht. Pflanzen, Landschaften und Stimmungen würden sie als Hobbyfotografin faszinieren, so Neumüller. Fasziniert haben sie auch die venezianischen Masken, die sie bei einem Besuch in Venedig fotografiert hat. Das Schwierigste sei gewesen, den Maskenträger so zu erwischen, dass beide Augen zu sehen seien, erzählte sie.

Herbert Hanika aus dem Kühbacher Ortsteil Stockensau, der Fauna- und Makrofotografie ausstellt, ist erst seit rund zwei Jahren Mitglied im Fotoclub. Er war beruflich viel im Ausland unterwegs. Seine Begleiter seien ständig wechselnde Spiegelreflexkameras gewesen, so Hanika. Jetzt, im digitalen Zeitalten, stehen für ihn Fauna- und Makrofotografie im Vordergrund. Röske verriet, dass Hanika seit kurzem eine Hochleistungskamera besitze. „Da können wir bestimmt noch exzellente Ergebnisse erwarten.“

„Er gibt sich nicht mit der Wirklichkeit zufrieden“

Als „Dinosaurier als Fotograf“ bezeichnete der Vorsitzende des Fotoclubs Franz Achter. Der Aichacher ist ein überzeugter Fan analoger Fotografie. Alle ausgestellten Detailaufnahmen in Schwarz-Weiß sind nicht nur traditionell mit einer analogen Kamera aufgenommen. Achter hat sie auch alle selbst in seiner Fotokammer vergrößert. Gegen die neue Technik verschließt sich der Aichacher aber nicht. Er besitze auch eine anspruchsvolle Digitalkamera, wusste Röske.

Ein unermüdlicher Tüftler und Experimentator ist Erich Hoffmann, Künstlername Husch, aus dem Aichacher Ortsteil Unterschneitbach. „Er gibt sich nicht mit der Wirklichkeit zufrieden“, sagte der Vorsitzende. Husch beschäftigt immer, wie er die Realität verfremden und überlagern kann. Die „Grande Dame der Fotografie“ ist Erika Probst. Die 88-Jährige ist noch immer mit ihrem Auto auf Achse, erkundet die Umgebung und hat ihre Kamera einsatzbereit. „Sie hält die Natur im Großen und Kleinen fest“, fasste Röske die ausgestellten Aufnahmen von Probst zusammen. Landrat Klaus Metzger, der die Ausstellung eröffnete, war beeindruckt von den Fotos. „Ich bin dagegen nur ein Knipser“, stellte er fest.

Öffnungszeiten Die Ausstellung ist bis zum 25. September zu den üblichen Öffnungszeiten des Krankenhauses zu sehen.

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