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Bürgerversammlung

01.03.2016

Motzenhofener schimpfen auf die Telekom

Manche haben seit zwei Wochen weder Telefon noch Internet. Bürgermeister Ziegler verspricht Unterstützung

In Motzenhofen sind die Bürger derzeit gar nicht gut auf die Deutsche Telekom zu sprechen. Bei der Bürgerversammlung am Sonntagabend im Feuerwehrheim brachten sie ihren Unmut in recht deutlicher Weise zum Ausdruck. Über 30 Männer waren gekommen, dazu eine Frau.

„Das ist eindeutig ein Problem der Deutschen Telekom“, erklärte der Hollenbacher Bürgermeister Franz Xaver Ziegler. „Der Druck vonseiten der Gemeinde wird massiv ausgeübt. Ich kann versprechen, dass ich mein Bestes tue.“ Mehrere Besucher äußerten sich empört. „Ich habe seit 14 Tagen kein Telefon mehr“, beschwerte sich einer: „Du wirst immer vertröstet.“

Seit 17 Tagen kein Rückruf

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Auch Alois Lechner stimmte in dieses Klagelied mit ein. „Ich bin seit 12. Februar ohne Internet und Telefonanschluss.“ Der ehemalige Schulamtsdirektor schimpfte außerdem darüber, dass man sich bei Anrufen lange in der Warteschleife befinde und dass er seit 17 Tagen auf einen Rückruf warte. Auch auf ein Einschreiben habe er keine Antwort erhalten. Sein Fazit: „Der Zustand ist absolut unerträglich. So kann’s nicht weitergehen.“

Der Breitbandausbau ist in diesem Ort eigentlich abgeschlossen, mit Ausnahme von Kornfeldstraße, Wiesenstraße und Flurstraße. Ziegler versicherte, er stehe in ständigem Kontakt mit der Telekom. Die teilte ihm mit, es handle sich um kein technisches, sondern ein buchungstechnisches Problem. Bei der Übernahme der Anschlüsse seien Fehler entstanden, nun müssten Anschlussdaten manuell übernommen werden. Voraussichtlich am 10. März wird die Gemeinde Hollenbach mit der Telekom einen weiteren Kooperationsvertrag unterschreiben, dann soll es ein Treffen im Feuerwehrhaus geben.

Wie berichtet, werden die Raiffeisenbanken von Aindling und Rehling im erweiterten Gewerbegebiet von Motzenhofen ein gemeinsames Agrarcenter errichten. Dort wurde in den vergangenen Tagen bereits in massiver Form Erde bewegt. Die meisten Flächen im neuen Gewerbegebiet sind schon vergeben. Dort werden sich ein PC-Handel ansiedeln, ein Lagerhaus für Akten und Röntgenbilder, ein Unternehmen für Heizungsbau und Bauspenglerei, eine Autowaschanlage, ein Reifenhandel mit Montage und ein Forstdienstleister.

Der Spielplatz für die Kinder muss hergerichtet werden. Die Gemeinde hat in Aussicht gestellt, dass sie Materialkosten in einer Höhe von 25000 Euro übernimmt. In diesem Zusammenhang wird es zu einer Spendenaktion kommen. Ziegler: „Was konkret beschafft wird, darüber unterhalten wir uns mit den Eltern.“ Von denen wird erwartet, dass sie Eigenleistung erbringen.

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