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Weihnachtskonzert

16.12.2017

Musik, alte Bräuche und Anekdoten

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Die Bläserklasse 6a, unterstützt von ihrem Bläser-Lehrer Eduard Augsburger, überraschte unter der musikalischen Leitung von Ines Rampf mit anspruchsvollen und temporeichen Stücken.
Bild: Manfred Zeiselmair

Kinder, Jugendliche und Lehrer der Aichacher Realschule unterhalten rund 400 Zuhörer mit einem anspruchsvollen Programm. Was alles geboten war.

Das Kürzel für die Wittelsbacher Realschule Aichach, „WIR“, prangt in übergroßen Lettern an der Wand der Aula. Es könnte an diesem Abend auch mit „WIR sind eine besondere Schule“ gedeutet werden. Denn „Alle Jahre wieder“ stehen die Musiker der Wittelsbacher Realschule Aichach beim Weihnachtskonzert auf der Bühne und beweisen ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern, dass in ihrer Schule nicht nur das Wir, sondern auch die Musik ganz groß geschrieben wird.

Die 400 Sitzplätze haben sich schnell gefüllt. Musiklehrer Johannes Degendorfer hält, wie schon seit Jahren, souverän die Konzert-Fäden in den Händen. Die reduzierte Beleuchtung und ein Schwenk-Scheinwerfer sind auf die Bühne in der Mitte ausgerichtet.

Nach den Begrüßungsworten der Konrektorin Anna Weinmann eröffnet die Bigband mit „The Rose“ den musikalischen Reigen. Das weitere Programm wird gestaltet von den beiden Bläserklassen unter der Leitung von Musiklehrerin Ines Rampf, den Klassen 6b und 5d, der Lehrer- und der Schülerband sowie abschließend der Bigband. In den kurzen Pausen zwischen den Auftritten berichten die Moderatorinnen Gina Heinze (Klasse 10d) und Anna Huus (Klasse 8a) über zum Teil unbekannte weihnachtliche Bräuche – und leiten mit ihren lustigen Anekdoten spielerisch von einem Programmpunkt zum nächsten über. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass das weibliche Pendant zum Allgäuer Klausentreiben das Bärbeletreiben ist? Oder dass das Christkindl-Anschießen in Berchtesgaden nichts mit einem Attentat auf das Heilige Kind zu tun hat, sondern dieses Böllerschießen auf einen vorchristlichen Glauben zurückgeht und damit böse Geister vertrieben werden sollen?

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Auf keinen Fall verzichten wollen Anna und Gina jedenfalls auf das Ritual, dass die jüngste Bläserklasse der 5a beim Weihnachtskonzert „Jingle Bells“ vorträgt. Und so zeigen die jungen Bläser mit Unterstützung ihres Bläserlehrers Eduard Augsburger den erstaunten Eltern, dass sie nach den knapp drei Monaten seit Schulbeginn schon bühnenreife Stücke präsentieren können.

Wie gut sich die Musiker nach einem Jahr entwickelt haben, wird später bei der Bläserklasse 6a deutlich, die mit anspruchsvollen und zum Teil temporeichen Stücken mehr als überrascht. Als Einlage zwischen den Bläsern spielen und singen zunächst die Schüler der Klasse 6b die Weihnachts-Pastorale des italienischen Barockkomponisten Arcangelo Corelli und anschließend – zusammen im Chor mit der Klasse 5d – ein andalusisches Weihnachtslied, beides einstudiert von Musiklehrerin Susanne Schieri.

Count Apart nennt sich die diesjährige Lehrerband, bei der neben Franz Nenninger (Gesang), Peter Hosmann (Bass) und Volker Westphal (Gitarre) die ehemalige Realschülerin und angehende Lehrerin Julia Riegel am Schlagzeug und als zweite Stimme zu hören ist. Nach „Long train running“ und der Blues-Nummer „Walking by myself“ bekommt der Saal als eingeforderte Zugabe noch „Knocking on heavens door“ zu Gehör. In ihrer Weihnachtsgeschichte zum Schmunzeln erklärt die Lehrerin Beate Rappel „Wie man zum Engel wird“. Dann kommt der lang ersehnte Auftritt der Schülerband Fourteen Minutes. Gleich zu Beginn geben die 14 Schüler und die Lehrer Franz Nenninger, Beate Rappel und Susanne Schieri mit dem Beatles-Song „Here comes the sun“ ein Arrangement ihres Musiklehrers Degendorfer zum Besten. Nach dem stimmungsvollen Gospelsong „Ready the way“ folgt die Mitklatsch-Nummer „A Weihnacht wia’s früher war“ und danach mit „Fields of Gold“ von Sting der vielleicht schönste Song des Abends.

Wie beim Weihnachtslied „Stille Nacht“ geht es auch bei der gleichnamigen rockigen Version der Südtiroler Rockband Frei.Wild um Liebe, Licht und Frieden. Mit „Feliz navidad“ beschließen Fourteen Minutes ihr viel beklatschtes Repertoire. Die Bigband unter der bewährten Leitung von Musiklehrerin Ines Rampf setzt mit „Amazing Grace“, „You raise me up“, „I dreamed a dream“ Akzente. Bevor es für die Besucher ans vorbereitete Plätzchenbüffet geht, wird es bei „Jingle Bells Rock“ und „Rockin’ Around the Christmas Tree“ noch einmal „Christmas-rockig“.

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