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03.07.2018

Musikalische Geschichte über einen „echt coolen Träumer“

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2 Bilder
Joseph (Clara Friedel, auf dem linken Bild rechts zu sehen) freut sich über das Wiedersehen mit seinen Brüdern, die vor ihm knien. Daneben Julia Paula als Pharao. Die Erntehelfer bringen Sack für Sack in den Kornspeicher (rechtes Bild).

Kinder- und Jugendchor führt im Aindlinger Pfarrheim das Musical „Joseph“ auf und erntet dafür großen Applaus

„Er ist ein echt cooler Träumer“ sangen die Mädchen und Buben in ihrem ersten Lied beim Musical über „Joseph“. Mit ihrer Chorleiterin Elisabeth Friedel hatte der Aindlinger Kinderchor zusammen mit dem Jugendchor seit Monaten für diese Aufführung geprobt.

Erzählt wurde die Bibelgeschichte von Jakobs Lieblingssohn Joseph. Er hatte eine besondere Gabe, er war ein richtiger Träumer und konnte diese deuten. Seinen elf Brüdern war er allerdings sehr verhasst. Mit dem Lied „Crazy Boy“ machten sie sich über Joseph lustig und einer der Brüder meinte: „Er hält sich für besonders schlau.“ Schließlich beschlossen die Brüder: „Irgendwie müssen wir ihn loswerden.“ Sie verkauften ihn an Potifar (Florian Weichselbaumer), den Sicherheitschef des Pharaos, und erzählten ihrem Vater Jakob, dass er von einem wilden Tier gefressen worden sei. Der Vater, dargestellt von Clara Domke, fragte im melancholischen Lied „Jakob Blues“: „Wo bist du nur mein Sohn?“

Potifar ernannte Joseph zu seinem Hausverwalter, doch Potifars Ehefrau machte Joseph schöne Augen. „Ich bin so schön“, sang Sophia Paula in ihrem Solostück. Doch Joseph ließ sich auf nichts ein. Aufgrund falscher Beschuldigungen durch die Ehefrau landete er allerdings im Gefängnis. „Warum bist du nicht hier?“, fragte er und haderte mit seinem Schicksal in einem Lied, gesungen von Clara Friedel als Joseph.

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Jahre später, als der Pharao seltsame Träume hatte, konnte Joseph ihm helfen. Er wurde aus dem Gefängnis geholt und der Pharao (Julia Paula) erzählte ihm von seinen Träumen in dem Rap „Traumdeuter“. Joseph sagte dem Pharao sieben fette Jahre voraus und anschließend sieben Hungerjahre. Daraufhin ließ der Pharao Kornspeicher anlegen und machte Joseph zum Minister. Beschwingt sangen die Kleinsten im Chor als Erntehelfer „Die Arbeit wird uns nie zu viel“ und brachten einen Sack nach dem anderen in den Speicher.

Als tatsächlich die dürren Jahre anbrachen, kamen auch Josephs Brüder nach Ägypten und wollten Korn bei ihm kaufen. Sie erkannten Joseph allerdings nicht. Doch Joseph hatte begriffen, dass auf seinem Lebensweg alles zu Gottes wunderbarem Plan gehörte und vergab seinen Brüdern. Mit dem Lied „Träume werden wahr“ verabschiedeten sich die gut 30 Buben und Mädchen des Aindlinger Kinder- und Jugendchors.

Großer Applaus folgte vom begeisterten Publikum. In zwei Aufführungen war das Aindlinger Pfarrheim stets voll besetzt. Als Zugabe sangen die beiden Chöre noch mal das schmissige Eingangslied „Er ist ein echt cooler Träumer“.

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