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Kühbach-Paar

20.08.2020

Nach Großbrand in Maschinenhalle: Schock bei Landwirt sitzt noch tief

Nach dem Großbrand in Paar sind von der Hallo nur noch Trümmer übrig geblieben.
Bild: Marlene Weyerer

Plus Die Halle von Landwirt Johann Krammer im Kühbacher Ortsteil Paar ist vor einer Woche abgebrannt. Der Schaden wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Mehr als eine Woche ist es her, dass eine Halle von Landwirt Johann Krammer im Kühbacher Ortsteil Paar abgebrannt ist. 1200 Quadratmeter war sie groß. Darin war die diesjährige Getreideernte gelagert. Außerdem ein Kartoffelroder und verschiedene Ersatzteile für andere Landwirtschaftsmaschinen. Der Schaden liegt bei weit über einer Million. „Der Schock sitzt schon noch tief“, sagt Krammer. Das sei in der Kürze nicht zu verdauen. „Wenn wir zurückdenken, wie die Halle gebaut worden ist, damals noch gemauert ...“ Der Brand beschäftigt den 52-jährigen Landwirt.

Der Zeitungsträger hatte gegen 5 Uhr morgens das Feuer in der Halle bemerkt. Er klingelte an der Haustüre, weckte Krammer und seine Frau. Die riefen sofort die Feuerwehr. „Es war eine enorme Leistung von der Feuerwehr“, so Krammer. Die Kühbacher seien in unter fünf Minuten da gewesen. Insgesamt waren bei dem Großeinsatz um die 250 Hilfskräfte vor Ort. „Es war eine starke Hilfsbereitschaft von der ganzen Region“, sagt Krammer.

Im Kühbacher Ortsteil Paar hat eine Halle von Landwirt Johann Krammer gebrannt. Die Feuerwehren konnten verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergreift.
Bild: Erich Echter

Sie kämpften, damit das Feuer nicht auch auf die Gebäude direkt daneben übergriff. Das erreichten sie. Außerdem schirmten sie zwei Dieseltanks in unmittelbarer Nähe des Brands ab. Um genug Wasser zu haben, legten die Feuerwehrler Löschleitungen zur Paar. Gegen 7 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, etwa eine Stunde später war der Brand gelöscht. Es gab danach immer wieder Glutnester, Nachlöscharbeiten waren nötig. Die Polizei konnte anfangs noch nicht die Halle betreten.

Feuer in Paar: Polizei konnte Halle erst nicht betreten

Eine Brandursache nennt die Kriminalpolizei auch diese Woche noch nicht. Allerdings teilt sie mit, sie ermittele in Richtung eines technischen Defektes. Als Brandbeschleuniger wirkten wohl das gelagerte Getreide und Holz. „Im Prinzip war es ein leerer Kartoffellagerraum mit leeren Kartoffelkisten“, sagt Krammer. In der Halle habe er Holzwände für eine lose Lagerung von Kartoffeln gehabt.

Landwirt sorgt sich um Lagerung für seine Kartoffelernte

Das Getreide wäre laut Krammer Mitte September zur Mühle abtransportiert worden. Der Brotroggen sei als Nahrungsmittel unbrauchbar. „Jetzt wird geprüft, ob eine alternative Verwertung für Biogas möglich ist“, sagt Krammer. Ob überhaupt und wenn ja wie viel davon noch Verwendung findet, kann er aber noch nicht sagen.

Ein weiteres Problem, das Krammer umtreibt: In der Halle hätte ein Drittel seiner Kartoffelernte lagern sollen. „Im September fehlt uns jetzt dafür Platz“, sagt Krammer. Kartoffelanbau ist der Hauptbetriebszweig der Familie Krammer. Jetzt müssten sie überlegen, wohin mit den Knollen. Wahrscheinlich müssten sie Lagerraum anmieten, so Krammer. Zusätzlich überlegt die Familie, die Kartoffeln früher zu vermarkten.

Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz, um die Maschinenhalle im Kühbacher Ortsteil Paar zu löschen.
8 Bilder
Feuerwehr löscht brennende Maschinenhalle in Kühbach
Bild: Erich Echter

Der Landwirt hat derzeit wegen des Brandes viel mit seinen Versicherungen zu tun. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf 1,5 Millionen Euro. „Wir gehen jetzt davon aus, dass die Wiederherstellung der Halle ein Jahr brauchen wird“, sagt Krammer. Das Gebäude muss komplett abgerissen werden. Es brauche eine neue Statik, neue Fundamente. „Wie bei einem Neubau“, so Krammer. Noch kann damit allerdings nicht begonnen werden. Momentan ist die Halle von Polizei und Versicherung nicht zum Aufräumen freigegeben. „Da hat man jeden Tag den Anblick von dem Trümmerhaufen vor sich“, sagt Krammer.

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